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Zweyter Tagsbefehl, aus dem Kaiserl. Hauptquartier zu Merseburg, 19. Oct.[]

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"Der Kaiser bezeigt dem Divisionsgeneral Klein und dem Brigadegeneral Lasalle sein Mißvergnügen. Se. Maj. befehlen, daß dieses Zeichen der Unzufriedenheit gegen diese Generale an die Tagsordnung der Armee gebracht werde, indem sie 2 abgeschnittene feindliche Colonnen durchgehen liessen, und beyde die unbegreifliche Dummheit begiengen, dem feindlichen General Buchler Glauben beyzumessen, da er ihnen versicherte, es sey ein sechswöchentlicher Waffenstillstand geschlossen worden. Seit wann läßt denn der Kaiser seine Befehle durch den Feind zukommen? Der Kaiser schmeichelt sich mit der Hoffnung, man werde dergleichen Irrthümer nicht mehr begehen. Die Kriegsgesetze sprechen die strengsten Strafen gegen die Officiere bey einem solchen Falle aus: für einen Officier von der grossen Armee giebt es aber keine grössere Strafe, als wenn er nicht in jedem Punkte zum vollständigen Erfolge der Operationen beytragen kann."


Quellen.[]

  1. Wiener Zeitung Nro 91. Mittewoche, den 12. November 1806.