Seeschlacht bei Kopenhagen.[]
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Der 2. April 1801.
Der Meerherrscherin Brittania Uibergewicht zur See hatte die Aufmerksamkeit der nordischen Mächte frisch aufgeregt, und sie zur Erneuerung der Neutralitäts-Convention von 1780, zur gegenseitigen Beschützung des Handels und der Schifffahrt bewogen. Diese Verbindung nahm England als eine Kriegserklärung auf, und liess im März 1801 eine starke Flotte unter Hyde-Parker und Nelson nach der Ostsee auslaufen, um an Dänemark und Schweden Rache zu nehmen. Beide Mächte rüsteten sich auf das thätigste, um die Engländer kräftig zu empfangen. Am letzten März erzwang die englische Flotte, 54 Segel stark, ungeachtet des Feuers aus der Festung Kronburg, die Durchfahrt durch den Sund, und erschien vor Kopenhagen. Widrige Winde erlaubten erst am 2. April den Angriff. Diesen führten Nelson mit 12 Linienschiffen und 8 Fregatten aus. Olsert Fischer befehligte die Dänen, welche sich ungeachtet der Uibermacht der Engländer 5 Stunden lang mit Lövenmuth vertheidigten. Die meisten englischen Schiffe waren stark beschädigt, selbst Nelsons Admiralschiff hatte nur noch 3 brauchbare Canonen, mehrere Schiffe geriethen auf den Grund, und der Verlust an Mannschaft -- 3000 Mann -- war beträchtlich. Der Verlust der Dänen an Mannschaft war 1020 Mann, und an Schiffen noch viel geringer. Da einerseits das Bombardement von Kopenhagen, andererseits die Ankunft der russisch-schwedischen Flotte zu fürchten war, so fingen gleich am folgenden Tage Unterhandlungen wegen eines Waffenstillstandes an, der auch später zu Stande kam.
Quellen.[]
- ↑ Historischer Militair-Almanach des 16. 17. 18. und 19. Jahrhunderts. Mit besonderer Hinsicht auf das letztere, und den oesterreichischen Kaiserstaat. Mit 15 Portraits, für Freunde der neueren und neuesten Kriegsgeschichte von Johann Ritter von Rittersberg. Prag bei C. W. Enders 1825.
Literatur.[]
- Kriegsereignisse zwischen Dänemark und England. Kopenhagen und Leipzig, bey Johann Heinrich Schubothe, 1801.

