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Infel.[]

Infel wird genannt die Hauptmütze, welche dermahlen die Bischöfe und auch andere geistliche Personen, z. B. Prälaten und Aebte bey ihren geistlichen Verrichtungen zu tragen pflegen. Vor Zeiten soll selbe allgemein auch bey den weltlichen Personen gewöhnlich gewesen seyn; erst im zehnten Säculum wurde die Infel von den Priestern und Bischöfen allein gebrauchet, obschon die Infeln, deren sich die Bischöfe bedienten, allzeit Kostbarer gezieret waren, und gingen selbe nach der jetzigen Form etwas spitziger in die Höhe mit zwey herabhangenden Binden, zum Zeichen, daß die Infeln einstens an den Kopf müssen gebunden gewesen seyn.

Dermahlen aber pflegen die Priester die so genannten Biret, und die Bischöfe und alle, welchen die bischöflichen Insignien Ehren halber zu tragen erlaubt sind, die Insel bey ihren geistlichen Verrichtungen zu tragen.


Quellen und Literatur.[]

  • Lexicon der Römischkatholischen Kirchengebräuche. Verfasset von Franz Grundmayr, Ceremoniarius in der St. Peterspfarrkirche zu München. Neueste Auflage. Augsburg 1807.