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Hugues Alexandre Joseph, Baron v. Meunier.[]

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General-Lieutenant,

geb. zu Montlouis, im Departement der Ost-Pyrenäen, den 23. Nov. 1758.

Von Kindheit an zum Militärdienst bestimmt, war Meunier in seinem zehnten Jahre schon Lieutenant, macht 1779 und 1780 auf dem Kriegsschiffe Lyon Feldzüge zur See mit und befand sich 1782 bei der Belagerung von Gibraltar. Im Jahr 1792 bestand er als Oberster bei der Nordarmee mehrere meist glückliche Gefechte mit den Preußen, wurde jedoch bei Chamboran schwer verwundet, erhielt den Oberbefehl in Lille, und kam von da nach der Vendée, wo er bei Quiberon die Reserve befehligte und auf dem Schlachtfelde zum Brigadegeneral ernannt wurde. Zum Oberbefehlshaber einer Unternehmung nach Indien bestimmt, erhielt er, als diese mit der irländischen vereinigt wurde, vom General Hoche das Commando über einen Theil seiner Armee, der aus 17,000 Mann bestand, wurde später Director des Generalkriegsdepot's und erhielt bei den abermals in Westen ausgebrochenen Unruhen den Oberbefehl im Departement Finisterre, so wie später den im Departement der Vienne. An den Ereignissen des Kaiserreichs nahm er wenig Theil; indeß wurde er Offizier der Ehrenlegion. Im Jahr 1815 in Ruhestand versetzt, wurde er bei Napoleons Rückkehr zum Befehlshaber der Militärschule la Flèche ernannt, nach der zweiten Rückkehr des Königs aber nicht wieder angestellt. Man hat von ihm mehrere militärische Schriften.


Quellen.[]

  1. Dr. R. Fl. Leidenfrost's französischer Heldensaal oder Leben, Thaten und jetzige Schicksale der denkwürdigsten Heroen der Republik und des Kaiserreichs, insonderheit der Waffengefährten und Marschälle Napoleons. Ilmenau, 1828. Druck und Verlag von Beruh. Friedr. Voigt.