Holzminden, Holzmünden, kleine aber lebhafte offene Stadt mit 350 Häusern und 2,760 Einwohnern, nach der Zählung im J. 1799 im Herzogthum Wolfenbüttel, an der Weser, wo der Fluß Holz oder Holts, Hotsche, in dieselbe fällt. Sie gehört zu den Landständen, hat eine Generalsuperintendentur über den Weserdistrikt, eine 1760 neueröfnete ansehnliche Schule oder Gymnasium, eine beträchtliche Bibliothek, wichtige Eisen- und Linnen-Manufakturen, und sehr beträchtlichen Flußhandel nach Bremen mit einheimischen und Westphäl. Leinwand und Garn, Eisenwaaren, Holz, und dann mit den guten Solinger Sand- und Schiefersteinen, welche hier auf 4 Mühlen zu Dachsteinen, Platten xc. zugeschliffen werden. Ueberdies 1 Cichorien- Seifen- Strumpf- Pfeifen- Stecknadel- Potaschen-Fabriken, Essigbrauereyen, und einen fruchtbaren Boden zum Flachs- und Gartenbau. An der Weser ist ein Zoll und eine Fähre über den Fluß.
Quellen und Literatur.[]
- Geographisch- Historisch- Statistisches Zeitungs-Lexikon von Wolfgang Jäger, Professor zu Altdorf. Neu bearbeitet von Konrad Mannert, Königl. Bairischen Hofrath und Professor der Geschichte und Geographie zu Würzburg. Nürnberg, bey Ernst Christoph Grattenauer 1805.