Von Bastille bis Waterloo. Wiki
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Armeeberichte.[]

Tagzettel der K. K. Haupt- und kombinirt Englisch-Hannöverisch- und Preußischen dann Holländischen Armee d. d. Hauptarmee Herin vom 31 May.[]

[1]

Laut den von des Hrn. Erbprinzen von Oranien Durchl. und von dem K. K. Obersten Mylius eingegangenen Berichten, hat der Feind am 31ten den von Holländischen Truppen besezten Ort Fürnes attakirt, wo ihm durch 4 Stunden der tapferste Widerstand geleistet worden ist. Da der Feind sehr zahlreich war und durch seine Bewegungen den Holländischen Truppen, welche nun als Vor- und Avisoposten dorthin in geringerer Anzahl gestellt waren, die Retraite gegen Nieuport abzuschneiden suchte, so zogen sich diese in der besten Ordnung und ohne einigen Verlust nach Nieuport zurück.

Den 1ten Brachmon. Als der zu Ypern stehende K. K. Oberste Mylius die Nachricht erhalten hatte, daß der Feind nach Fürnes vorgedrungen, sezte er sich am 1ten dieses in Bewegung nach Elsendans, und schickte einige kleine Detaschements über Piveringhe und rechts über Alveringen, um dem Feinde glauben zu machen, daß auch von dorther Colonnen im Anmarsche wären. Sobald diese Detaschements gegen Fürnes zu demonstrirte, fieng der Feind an, zurückzuziehen. Der Oberste befahl dem Blankensteinischen Rittmeister Mezko, daß er dem Feinde nachgehen und, wo möglich, dessen Arriergarde angreifen soll. Der Oberste rükte mit 30 Mann von Grünlaudon und 200 Holländern nach. Rittmeister Mezko führte seinen Auftrag vortreflich aus, hieb in die Arriergarde ein, erlegte 6 Mann, machte 1 Hauptmann, ein Lieutenant und 25 Mann gefangen. Der Feind wurde bis Aduinkerke verfolgt und Fürnes wieder besezt.

Der G. F. M. L. Prinz Würtemberg berichtet, daß der Feind heute von halb 4 bis 7 Uhr frühe aus der Vestung Conde sehr stark gegen seine Truppen kanonirt und mit beyläufig 50 Mann gegen seine Jäger geplänkelt habe. Ungeachtet der beyläufig gefallenen 400. Kanonenschüsse ist weder eine Schildwache, noch Piket von uns gewichen, auch kein weiterer Schade geschehen, als daß 2 Mann von Joseph Colloredo und ein von Machony bleßirt, von Perchini Husaren 2 Pferde todtgeschossen und 3 bleßirt worden sind.

Am 2ten Brachmon. ist nichts erhebliches vorgefallen. -- Am 3ten Brachmon. Der Feind hat heute unsere Mannschaft, welche an den Redoute der Zirkumvallazionslinie arbeitet, sehr heftig aus der Vestung Valenciennes beschossen, wobey der Hr. Hauptmann Hong vom Generalquartiermeisterstabe und der Hohenlohische Hr. Lieutenant Mezburg beyde sehr leicht bleßirt worden sind, sonst aber kein weiterer Verlust erfolgt ist. Die nämliche Redoute, auf welche das feindliche Kanonenfeuer hauptsächlich gerichtet war, ist, dem ungeachtet, vollkommen zu Stande gebracht worden.

Am 4ten Branchmon. Der bey der Fran_ösischen gegen uns stehenden Armee kürzlich angekommene General Cüstine hat die Truppen aus dem Lager von St. Magdalaine bey Ryssel nach Douay gezogen, unter dem Vorwande, selbe Truppen zu mustern; seine Absicht aber war, den K. Preußischen Hrn. Generallieutenant Baron Knobelsdorf in dessen Lager bey Orchies anzugreifen. Heute frühe avanzirte er wirklich mit diesen Truppen gegen Orchies. Ein von dem Hrn. Generallieutenant mit einigen Schüzen detaschirte Officier stieß auf die feindliche Avantgarde. Die beyden Husaren-Lieutenants von Boning und Völker, so von der alten und neuen Feldwache waren, unterstüzten die Schüzen; griffen die feindliche Avangarde aufs tapferste an; hieben 12 Mann vom Feinde, worunter 1 Oberster, zusammen; brachten 1 Oberlieutenant, 8 Officiers, 11 Unterofficiers, 1 Trompeter, 16 Gemeine als Gefangene ein, und erbeuteten 6 Pferde. General Cüstine wurde durch diesen Vorfall veranlaßt, zu glauben, daß das Preußische Truppenkorps im Anmarsche gegen ihn und willens sey, ihn anzugreifen, und zog sich zurük.

Tagzettel aus dem kombinirten K. K. Haupt-Quartier d. Herin, vom 11. Brachmonat.[]

[2]

Laut eben eingegangenen Nachrichten von dem Hrn. Erbprinzen von Oranien, hat der Feind gestern mit sehr überlegener Macht den Posten von Watrelos zu 3. wiederholten mahlen angegriffen, ist aber von den holländischen Truppen unter Anführung des Hrn. Obristen von Gausseau, uneracht seines sehr heftigen Feuers, jedesmahl zurückgeschlagen und der Posten ohne beträchtlichen Verlust holländischer Seits behauptet worden. Eben so ist auch der Posten von Lanoy vom Feinde mehrmahls attakirt worden; der holländische Hr. General, Baron von Reizenstein, hat aber den Feind mit der tapfersten Gegenwehr abgewiesen und zur Flucht genöthigt, wobey ihm 2. Escadrons Königl. Preußischer Husaren von Golz sehr thätige Hülfe geleistet haben. Heute den 11ten hat der Erbprinz von Oranien mit Anbruch des Tages den Feind in dem Dorfe Werwick attakirt, und nach einer hartnäckigen Gegenwehr von 2. Stunden denselben genöthigt, diesen Ort zu verlassen und sich zurückzuziehen. Bey dieser Gelegenheit ist der holländische Hr. General, Prinz von Waldeck, der seine Truppen gegen die feindliche Batterie auf das tapferste anführte, durch eine Kanonenkugel bleßirt worden.

Am 12ten und 13ten ist bey der Armee nichts neues vorgefallen.

Am 14ten, laut Bericht ist der Herr Feld-Marschall-Lieutenant, Baron Schröder, welcher mit einem Korps von 4. bis 5000. Mann bisher bey Arlon gestanden hat, am 9. dieses zu Mittag durch 26,000. Mann mit 40. Kanonen vom Feinde angegriffen worden. Das Regiment Franz Kinsky und ein Bataillon Jellachich drangen mit dem Bajonnete 5. mal in den Feind ein und richteten eine grosse Niederlage an. Kinsky Chevauxlegers hieben in die Infanterie und Kavallerie ein, richteten ein ganzes feindliches Karabinier-Regiment zu Grunde, und eroberten 3. Kanonen. Blos die allzu grosse Uebermacht des Feindes nöthigte den Herrn F. M. L., Baron Schröder, sich bis Mamern zurückzuziehen, welches in der grösten Ordnung geschah, wo er jezt noch kampirt. Das grosse Magazin in Arlon ist nach Luxemburg in Sicherheit gebracht. Der feindliche Verlust wird auf 3000. Mann berechnet; der unsrige beläuft sich etwas über 200. Mann.

Tagzettel aus dem kombinirten K. K. Haupt-Quartier d Herin, vom 29. Brachmonat.[]

[3]

Durch unser lebhaftes Feuer wurde in der vorigen Nacht der Feind v. verschiedenen Pläzen, worauf er Kanonen gepflanzt hatte, vertrieben, und verhindert, uns in unsern Arbeiten zu stören, die wir an 4. Orten vor Valenciennes vornahmen. Erst bey Anbruche des Tages fieng er ein starckes Feuer aus der Vestung an; eine seiner Kugeln traf einige Fässer Pulver, wodurch ohngefähr 40. Bomben in die Höhe flogen, ohne aber jemand zu beschädigen. Innerhalb dieser lezten 24. Stunden haben wir nur 2. Mann an Todten, einen Chirurgus und einen Soldaten verlohren. Der brave Artillerie-Lieutenant Pfefferkorn wurde gefährlich am rechten Arm und 5. Soldaten leicht verwundet.

Vom 30ten. In der vorigen Nacht hat man die Communications Boyaux zur 3ten Paralelle angefangen. Der Feind war ziemlich ruhig, aber am Morgen fieng er ein sehr starkes Feuer an; inzwischen wurde er bald zum Schweigen gebracht. Unsere Mörser und Haubizen spielten auf seinen bedeckten Weg, und verhinderten ihm, seine Werke auszubessern. Wir hatten 1. Todten und 5. Verwundete.

Der Generallieutenant, Baron von Knobelsdorf, trug dem Oberst, Grafen von Hohenzollern auf, die Gegend zwischen Templeuve und Pont-a-Marque zu recognosciren. Dieser fand bey Chapelle 300. Mañ Infanterie und 150. Mann Cavallerie, die aber die Flucht nahmen. Er ließ ihnen nachsezen, und einige Officiers und über 60. Gemeinen zusammenhauen. Ein Officier und 13. Gemeinen geriethen in unsere Gefangenschaft, und der Ueberrest fluchtete sich nach Pont-a-Marque. Unser Verlust bestand in 2. Todten und 4. Bleßirten. Zwey Pferde wurden todtgeschossen und 6. verwundet.

Tagzettel der K. K. Haupt- und vereinigten englisch-hanöverisch-preußisch-holländischen Armeen, aus dem Haupt-Quartier Herin, vom 11. Heumonat.[]

[4]

Gestern ist die feindliche Vestung Conde mit Kapitulation übergegangen: alle ausserhalb dem Glacis liegende Schanzen, und Redouten, und selbst die Aussenwerke dieser Vestung, so wie die Zugbrücke des Dornicker Thores sind durch einen Theil des Korps, welches unter Commando Sr. Durchl. des Herrn F. M. L. Prinzen von Würtemberg die Blokade von Conde hatte, besezt worden. In Gemäßheit der abgeschlossenen Kapitulation wird die 4009. Mann starcke Garnison den 13. früh mit allen militarischen Ehrenzeichen von Conde aus, und vor dem Glacis aufmarschiren, allda das Gewehr strecken, und sodann als Kriegs-Gefangene übernohmen werden. Die Belagerung von Valenciennes wird noch mit allem Nachdruck fortgesezt, und ohngeachtet der Bemühungen, welche sich die Feinde geben, uns Hindernisse in den Weg zu legen, ve_liehren wir doch wenig Leute; denn da es den feindlichen Armeen ohnmöglich ist, dem Plaz zu Hülfe zu kommen, so haben wir zur Schonung unserer Leute uns mit unserer Arbeit und Angriffen nicht zu übereilen.

Tagzettel der K. K. Haupt und vereinigten englisch-hanöverisch-preußisch-holländischen Armeen, aus dem Haupt Quartier Herin, vom 13. Heumonat.[]

[5]

Laut eines von dem Hrn. F. M. L. Grafen von la Tour eingelangten Rapports, hat der Feind vom 10ten auf den 11ten um Mitternacht seine Vorposten-Linie in 5. Colonnen angegriffen. Er besezte mit der ersten den nächtlicher Weile allzeit verlassenen Posten bey Hantes, von welchem er mit Tagesanbruch durch den Coburgischen Hrn. Major, Grafen Hadick vertrieben wurde. Mit 600. Mann Infanterie und 200. Pferden rückte er gegen die Cense-Salmagne, mit 1200. Mann Infanterie, 3. Kanonen und 80. Pferden stürmte er die äusserste Schanze, die er durch Uebermacht einnahm. Der auf Piket gestandene brave Herr Major Neßlinger von Stein eilte mit einer Compagnie Unterstüzung herbey, und drang mit ausnehmender Bravour in den Feind, daß selbiger mit einem Verluste von 51. Todten 85. Gefangenen vertrieben wurde. Das Zentrum beschäftigte er durch ein Bataillon Jäger und den rechten Flügel bey Douzies und Lesmottes hat er mit einigen Bataillons Infanterie, unterstüzt von Kavallerie, angefallen. Der Herr Mayor, Graf Kegleviz, von Blankenstein sprengte mit einem Flügel Husaren in den Feind, erlegte den Commandanten, 1. Officier und 30. Mann, und versprengte die übrigen. Ueberhaupt mag sich der Verlust des Feindes wenigstens auf 100. Todte belaufen, worunter 3. Officier vorgefunden worden; 1. Oberst-Lieutenant, 1. Hauptmann und 107. Mann wurden gefangen eingebracht. Der diesseitige Verlust besteht in 11. Todten, 25. Bleßirten, und 36. Mann geriethen in feindliche Gefangenschaft.

Der Hr. Oberstlieutenant des Generalquartiermeisterstabs von Gomez erstattet den Rapport: es habe am 7ten dieses der Herr Major Uz von Blankenstein den feindlichen Posten Ostkapelle, von wo aus der Feind unsere Vorposten öfters beunruhigte, mit einigen Detaschements von Tyroler-Scharfschüzen, Grünlaudon und Blankensteinischen Husaren, unterstüzt von holländischen Truppen, angegriffen. Dabey gelung es dem mit dem Grünlaudonischen Detaschemente und 1. Compagnie von Orange-Geldern über Bevern vorgerückten Hauptmann Hauger, während als Major Uz vor Roosbrugge vorrückte, den bey 800. Mann starcken Feind in Ostkapelle anzufallen und ihn mit Verlust von 100. Todten aus seinem Retranschemente zu schlagen, wobey wir 8. Todte und 11. Bleßirte, und die Holländer einen Todten und 1. Bleßirten hatten.

In der 3ten Parallele vor Valenciennes wurden in der Nacht vom 12ten auf den 13ten abermal 3 Demontirbatteriren zu Stande gebracht; das Geschüz eingeführt; zwo Plattformen zu errichten angefangen; die durch das feindliche Feuer beschädigten Schußscharten ausgebessert, und ein Vorrath von Faschinen und Schanzkörben beygetragen. Bey Tag und Nacht feuerte der Feind von verschiedenen Werkern sehr heftig aus grobem Geschüze, und warf viele Bomben, jedoch mit sehr geringer Wirkung, welches aus den Demontir- und Kesselbatterien der 1ten Parallele ununterbrochen erwiedert und an mehrern Orten das feindliche Geschüz zum Schweigen gebracht wurde. Durch die Haubiz und Kesselbatterien der 3ten Parallele ist der Feind mit Granaten- und Steinwürfen allenthalben beunruhiget, von der Herstellung der demontirten Werker abgehalten und die Plänkler im verdeckten Wege vertrieben worden. Ueberhaupt konnte der Feind wegen der guten Wirkung unserer Artillerie sein Feuer nirgends lange fortsezen.

Tagzettel der K. K. Haupt und vereinigten englisch-hanöverisch-preußisch-holländischen Armeen, aus dem Haupt-Quartier Herin, vom 17. Heumonat.[]

[6]

In der Nacht vom 16. auf den 17. sind in den Trenschen vor Valenciennes die Parapetten ausgebessert; die vorfindigen Bombenlöcher ausgeschüttet; Belagerungsrequisiten beygetragen; 700. Sandsäcke gefüllt und einige ruinirte Bettungen ausgebessert worden. Während diesen Arbeiten wurde das diesseitige Feuer fleißig unterhalten, nach der völligen Herstellung der beschädigten Batterien aber hat selbige mit anbrechendem Tag aufs kräftigste zugenohmen. Die Batterien haben sowohl in Bewerfung, als Ricochetir- und Demontirung der in der Fronte begriffenen Werker den Feind, welcher sich zu der entschlossensten Gegenwehr aller Gattungen von Geschüz bediente, zur Verminderung seines Feuers und endlich zum schweigen gebracht. Unser Verlust besteht in 1. Todten und 20. Verwundeten. Auch sind durch eine feindliche Bombe 2. Fässer Pulver in die Luft gesprengt worden, ohne doch jemand beschädigt zu haben.

Den 18ten: Die gestern angeführten Trenscheearbeiten wurden in der abgewichenen Nacht fortgesezt; zwo durch das feindliche Kanonenfeuer starck beschädigte Batterien wieder hergestellt; einiges unbrauchbar gewordenes Geschüz durch Einführung anderer ausgetauscht, benebst 500. Sandsäcke gefüllt, und auf den Anhöhen von Anzain 2. Batterien zu erbauen angefangen. In dieser Nacht ist das Batteriefeuer wechselseitig nur unterhalten worden. Aus dem bedeckten Wege wurde ziemlich starck geplänkelt, es ist jedoch der Feind durch das aus den 10pfündigen Steinböllern dahin gerichtete Feuer und mittels Haubizen aus den ausspringenden Winkels meistens vertrieben worden. Mit anbrechendem Tage fieng die beyderseitige Kanonade mit aller Lebhaftigkeit wieder an, und dauerte bis gegen 10. Uhr, wo es vermuthlich durch die Wirksamkeit unsers Geschüzes, welches die reparirten Werker wieder demontirte, sich verminderte und endlich nachließ. Wir verlohren dadurch 2. Mann. Der Mineur-Unterlieutenant Wolff und 12. Mann wurden verwundet.

Brüssel, vom 5. Heumonat.[]

[7]

Nach dem Tagebuch der K. K. Haupt- und kombinirte Armee, welches vom 1ten bis zum 4ten dieses gehet, sind die Communikationswerke zur 3ten Parallele vor Valenciennes in der Nacht vom 1ten auf den 2ten in einer Länge von 273 Klaftern fortgeführt, und mit Banqueten versehen worden. Der Feind feuerte zwar unaufhörlich aus der Vestung, es wurde ihm aber nachdrücklich geantwortet, und seine Bollwerke gegen Marli, wie auch die Redoute von St. Roche und Lunette sehr beschädiget. Auch sind ihm durch unsere Bombardement wieder mehrere Häuser in Brand gerathen. Unser Verlust beläuft sich auf 4 Todte und 25 Verwundete, worunter sich der Oberlieutenant Krapf vom Ingenieurkorps befindet, dem die linke Hand durch eine Musketenkugel durchschossen wurde. In der Nacht vom 2ten zum 3ten wurden die Communikationsgräben weiter fortgeführt, unsere 10pfündige Böller placirt, und die durchs feindliche Kanonenfeuer beschädigte Schußscharten in den Demontirbatterien ausgebessert. Der Feind unterhielt die ganze Nacht durch ein starkes Musketen- und Kanonenfeuer, das uns jedoch nur 7 Todte und 43 Verwundete kostete, worunter sich der Unterlieutenant Dverwizky von Callenberg mit zerschmettertem rechten Schenkel befindet.

In der Nacht vom 3ten zum 4ten hat der Feind unaufhörlich aus dem bedeckten Wege mit kleinem Gewehr gefeuert; bey Tag hingegen, sobald unsere Schüzen zwischen den Sandsäcken zu schiessen anfiengen, hat das kleine Gewehr zwar nachgelassen, von dem Augenblicke an war aber sein Kanonenfeuer desto heftiger. Unser Verlust besteht in 7 Todten und 36 Verwundeten. Ausser diesen hat der Hauptmann Nieuland von Callenberg einen Flintenschuß durch die Achsel bekom'en, und dem Lieutenant Wesseliny v. Wartensleben sind durch einen Bombenschlag beyde Füsse zerschmettert worden. Der Feind schickte heute frühe um ~ Uhr eine starke Patrouille, beyläufig 150 Mann, über Hargnies gegen la Longueville. Bey dessen Wahrnehmung rückten 1 Flügel von Coburg, 1 Compagnie von Wenzl Colloredo mit einigen Jägern vor, griffen den Feind an, und schlugen ihn mit einem Verlust von 5 Todten zurück. Von uns wurde 1 Jäger verwundet.

Tagzettel der K. K. Haupt und vereinigten englisch- hanöverisch- preußisch- holländischen Armeen, aus dem Haupt-Quartier Herin, vom 1. Augstmonat.[]

[8]

Heute frühe um 9. Uhr ist die feindliche Garnison, vermöge der abgeschlossenen Kapitulazion, von ihrem Commandanten General Ferrand angeführt, beyläufig 7000. Mann starck, bey dem Cambrayerthore ausmarschirt. Von gedachtem Thore bis zur Cense Briquette längs der Cambrayer-Strasse wurde durch das Belagerungs-Korps der k. k., dann englisch-hannöveris. und heßischen Trup-Spalier gemacht, daselbst ein Quarre formirt, in welchem die Garnison bataillonsweise ihr Gewehr streckte, und hierauf durch 2. Divisionen Kavallerie bis Avesne le Sec transportiret wurde. Nach erfolgtem diesem Ausmarsche ist Herr General-Major, Baron Lilien, mit der k. k. Garnison daselbst eingerückt.

Laut Bericht des Herrn F. M. L., Grafen von Latour, stieß Herr Oberstwachtmeister, Graf Haddick von Koburg bey Gelegenheit einer gegen Solre unternohmenen Rekognoszirung, auf eine feindliche Patrolle, von welcher ein Unterofficier und ein Gemeiner gefangen genohmen worden. Gleich darauf zeigte sich der Feind mit 2. bis 300. Mann und 2. Kanonen an der dortigen Waldspize, und feuerte, wiewohl ohne Wirkung, ziemlich lebhaft auf unsere Mannschaft. Herr Major antwortete mit seinen beyhabenden zwey Sechspfündern, demontirte ihm eine Kanone, und zwang den Feind zum Rückzuge.

Den 2ten. Wegen der glorreichen Eroberungen der beyden wichtigen Vestungen Maynz und Valenciennes wurde bey der k. k., und auch der hohen alliirten Armee das Te Deum mit Abfeuerung 3. Salven ab_esu_gen.

Tagzettel der K. K. Haupt- und kombinirt-englisch-hannöveris., K preußis. und holländis. Armee d. d. Hauptquartier Herin den 13. und 14 Augstmonat.[]

[9]

Das unter des Herzogs von York K. Hoheit Kommando stehende K. K. und kombinirt-englische Korps welches sich am 13. bey Marchiennes versammelte, hat am 14. bey Temple-Neuve und Capelle ein Lager bezogen. Ausser einigen unbedeutenden Vorposten-Plänkeleien in selber Gegend ist bey der Armee nichts feindliches vorgefallen.

Am 15ten ist dieses Korps wieder aufgebrochen und hat seine Stellung bey Baisieux genommen. Mit Tages Anbruch schickte der Feind eine aus 60. Mann Infanterie und Kavallerie bestandene Patrolle gegen Bouvines; es sind aber von selbiger durch ein von dem Herrn Generalleutenant Baron Knobelsdorff in Hinterhalt gelegtes k. preußisches Detaschement 1 Offizier und 50 Mann gefangen genommen und die übrigen niedergemacht worden.

Am 16ten marschirte dieses Korps über Roubaix in das Lager bey Turcoing. Nachmittags um 5 Uhr kam die Meldung, das der Feind nach Roubaix mit 2000. Mann Infanterie und Kavallerie vorgerückt sey. Se. K. Hoheit, der Herzog von York, liessen ein Bataillon von Joseph Colloredo, 140 Heßische Jäger, 1 Bataillon Engländer nebst 200 Mann Englische Cavallerie und 2 Haubizen gegen Roubaix anrüken, um den Feind von da wieder zu delogiren; die- _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ zog sich in der grösten Eilfertigkeit zurück, so daß die nachgesezte Englische Cavallerie nicht mehr als 5 bis 6 Mann einholen und sammt einer erbeuteten Fahne einbringen konnte. Wir haben fast gar kein Verlust bey der Affaire gehabt, und das Joseph Colloredische Bataillon hat sich sehr gut dabey verhalten.

Den 17ten: Herr F. Z. M. Graf Colloredo, welcher Nachricht erhielt, daß zu Catteau ein feindlicher kleiner Cavallerieposten stehe, beorderte den Major Baron Barco, mit einer Escadron von Barco Husaren heute frühe eine Patrolle dahin zu machen, um diesen Posten aufzuheben, und gedachter Herr Major benahm sich dabey mit so vieler Geschicklichkeit, daß die allda gestandenen 8 Mann sammt 11 Pferden noch schlafend aufgehoben wurden.

Der Herr F. Z. M. Fürst zu Hohenlohe hatte sich schon gestern nach Mareche begebe', um den Wald Mormal zu recognosciren, und hiernach seine Anstalten dergestalten getroffen, daß er den Feind heute frühe um 5. Uhr angegriffen und bis um 9 Uhr komplet geschlagen hatte. Der Feind leistete in seinen vielen Verschanzunge' und Verhauen grossen Wiederstand; er wurde aber mit einem Verluste von 500 Todten, welche auf dem P_aze geblieben, und mehr als 150 in unsere Gefangenschaft Gerathenen delogirt. Unter den Todten vom Feinde befinden sich der General und Commandant dieses Postens; unter den Gefangenen 2 Obersten und mehrere Officiers. Unser Verlust besteht, so viel man bis jezt weißt, in ungefähr 50 Todten und Blessirten. Der Herr F. Z. M., Fürst von Hohenlohe, hat den Wald nebst den Punkten Villeran, Jolimez, Louvignies und Breux besezt. Loquignol, Grand Carziere und Hecq sind ebenfalls schon in unsern Händen, und vielleicht bis diese Stunde auch Beclaimont besezt. Der versprengte Feind hat sich nach Quesnoy, Maubeuge und Landrecy geflüchtet.

Tagzettel der K. K. Haupt- und kombinirt-englisch-hannöveris., K. preußis. und holländis. Armee d. d. Hauptquartier Herin, den 18. Augstmonat.[]

[10]

Die Avantgarde des kombinirten Korps d'Armee unter Sr. K. Hoheit, dem Herzog v. York, ist am 17. in die Gegend von Menin abgerückt, das Korps aber hat in dem bey Tourcoing bezogenen Lager einen Rasttag gehalten. Am 18. sezte sich diese Armee in Marsch nach Menin, und bezog allda ein Lager. Während dem Marsche derselben haben des Herrn Erbprinzen von Oranien Durchl., um die Linien zwischen der Lys und der Marque über Werwick, Blatton, Lincelles, St. Roche gegen Tourcoing zu ziehen und sich der Anhöhe zu bemeistern, den Entschluß gefaßt, Lincelles und Blatton anzugreifen. Zu diesem Ende marschirte der holländische Herr General, Prinz von Waldeck, frühe um 5. Uhr mit 4. Bataillons und 3. Eskadrons von Werwick auf Blatton mit dem Auftrage nach der Wegnahme dieses Orts, während der Erbprinz selbst mit 5. Bataillons und 4. Eskadrons über Vinage gegen Lincelles vorrücken wird, selbiges im Rücken anzugreifen. Die aus 400. Mann Infanterie und 200. Mann Kavallerie bestandenen feindlichen Vorposten wurden durch die Avantgarde des Hrn. Erbprinzen zurückgeworfen; da aber die über Blatton vorgerückte Kolonne durch viele Hindernisse in ihrem Marsche aufgehalten wurde und zu spät eintraf, unternahmen Se. Durchl., ohne die erste Kolonne abzuwarten, die Attake auf das feindliche Retranschement, welches beyläufig mit 3000. Mann besezt war. Der Angriff dauerte unter einer beiderseitig heftigen Kanonade bey 3. viertel Stunden, bis endlich die feindlichen Kanonen zum Schweigen gebracht wurden und die holländis. Bataillons mit der belobungswürdigsten Entschlossenheit in die Verschanzungen eingedrungen sind, und, vereinigt mit der Waldeckischen Kolonne, den mit einem beträchtlichen Verluste zurükgeschlagenen Feind über Wambrechies verfolgt habe'. Der Verlust der holländis. Truppen beläuft sich auf 40. Mann, worunter vorzüglich der Major Müller, Kommandant ihrer Artillerie, bedauert wird. Bey dieser Gelegenheit hat Herr Oberstleutenant Gomez des Generalquartiermeisterstabs in seiner Anstellung bey Sr. Durchl., dem Herrn Erbprinzen von Oranien, sehr wesentliche Dienste geleistet.

Den 19ten: Heute ist die Vestung Quesnoy gänzlich berennt und sich aller Zugänge versichert worden. Die Armee hat längst dem Sellebach mehrere Lager bezogen, so daß der rechte Flügel bey Denain und der linke an den Wald Mormal appuirt ist. Durch diese Stellung wurde der Vortheil erreicht, daß dem Feind die Kom'unikationen über le Cateau benohmen sind, welcher Posten wegen mehrerer dahin führenden Strassen von vieler Wichtigkeit ist. Nachmittags zeigten sich einige feindliche Abtheilungen ausserhalb der Vestung gegen Orsainval und Jolimez, ohne jedoch unsern Vorposten nahe zu kommen.

Laut Bericht des Herrn F. M. L. Alvinzy, ist der Feind am 18ten Nachmittags um 2 Uhr mit 7 bis 8000 Mann gegen den von den Holländischen Truppen eroberten und mit 3 Bataillons besezten Ort Lincelles vorgedrungen, und zwang diese durch ihre allzu grosse Ueberlegenheit zum Rückzuge. Sobald die Nachricht hievon im K. Englischen Hauptquartier eintraf, eilten Se. K. Hoheit der Herzog von York, mit 2 Englischen Grenadierbataillons dahin, und ließ den stark retranschirten Ort angreifen, wobey sich die Engländer mit bewunderungswürdiger Tapferkeit betragen haben, indem solche die Verschanzungen unter dem heftigsten Kartetschenfeuer erstiegen, sehr viele vom Feind tödteten, 10 Kanonen erbeuteten und etliche 60 Köpfe gefangen nahmen, worauf dieser wichtige Posten noch mit mehrern Truppen verstärkt worden ist.

Tagzettel der K. K. Haupt- und kombinirt-englisch-hannöveris., K. preußis. und holländis. Armee d. d. Hauptquartier Bermerain, den 20 Augstmonat.[]

[11]

Vermöge der vom F. M. von Alvinzy eingegangenen Nachricht, hat die Armee unter den Befehlen Sr. Königl. Hoheit, des Herzogs von York, am 20. ihren Marsch über Ypern fortgesezt und bey Elbertingen ein Lager bezogen. Die Kolonne des F. m. Freytag rückte nach Rousbrughe.

Den 21sten. Während als die Armee über Fürnes vorrückte, attakirte der F. M. Freytag das verschanzte feindliche Lager bey Ost Capelle und Respoede, eroberte 11. feindliche Kanonen, das ganze Lager, brachte 200. Gefangene ein, und eine noch grössere Zahl wurde niedergemacht. Der zerstreute Feind warf sich mit gröster Eilfertigkeit in die Vestung Bergem. Eine Division von Karaiczay und das Grünlaudonsche Freykorps sollen sich dabey vortreflich benommen und jedes dem Feinde 2. Kanonen abgenommen haben. Auf dem mit so vielem Ruhm errungene' Schlachtfelde faßte der Herr F. M. Freitag Posto; Se. K. Hoheit, der Herzog von York hingegen liessen zwischen Fürnes und Nieuport sein unterhabendes Korps d'Armee lagern.

Am 22. ist bey der Armee nichts vorgefallen.

Den 23sten. Heute frühe um 4. Uhr ist der Feind mit 6. bis 700. Mann Infanterie und 50. Mann Kavallerie in 2. Abtheilungen aus Quesnoy gegen die von uns besezten Posten Villeraux, Petit Fresnoy und Belle Maison unter beständigem Plänkeln angerückt; er wurde aber von den unsrigen so gut empfangen, daß er mit Zurücklassung 19. Todten und sehr vielen zurückgeschikten Verwundeten seinen Versuch aufgab, und sich in die Vestung zurückzog. Der diesseitige Verlust besteht in 4. Todten und 21. Verwundeten. Ein feindlicher Grenadier wurde gefangen eingebracht.

Bermerain Hauptquartier des Prinzen von Coburg, vom 26. Augstmonat.[]

Die Vestung Quesnoy ist nicht nur ganz eingeschlossen, sondern man ist auch so weit gekommen, daß die Trenscheen wie es verlautet morgen sollen eröffnet werden, die Franzosen haben noch einige Redouten an der Vestung, welche noch weggenohmen werden müssen. Gestern frühe machten die Feinde unter Begünstigung eines starken Nebens einen starken Ausfall, der sehr schnell und unvermuthet kam, wobey wir einigen Verlust erlitten. Feldmarschall-Lieutenant Graf d'Alton wurde in der Gegend von Dünkirchen durch eine Kanonenkugel erschossen.

Tagzettel der K. K. Haupt- und kombinirt-englisch-hannöveris., K. preußis. und holländis. Armee d. d. Hauptquartier Bermerain, den 24. Augstmonat.[]

[12]

Vermöge eines von dem F. M. L. Baron Alvinzy eingegangenen Berichts, entschlossen sich Se. K. Hoheit, der Herzog von York, das feindliche Lager von Gyvelde am 23. Nachmittags anzugreifen, und liessen die Armee in 3. Kolonnen aufbrechen. Die linke Kolonne schlug den Weg über den Damm an dem Kanal der Moer gegen Gyvelde ein; die mittlere Kolonne gieng links neben dem Kanal von Dünkirchen vor, und die rechte Kolonne, aus Kavallerie bestehend, marschirte an den Strand gegen Zuyteoote. Als die Avantgarde Adünkerke paßirt war, zogen sich sogleich die feindlichen Feldwachen zurück, und der Marsch gieng ganz ruhig bis in die Entfernung eines Kanonenschusses von dem Lager vor sich. Der Feind kanonirte die Tete der Kolonne aus vielem Geschüze, jedoch ohne beträchtlichen Nachtheil. Um 9. Uhr Nachts stand die Tete der Avantgarde einen kleinen Kanonenschuß von der feindlichen Posizion entfernt, und da, wegen einbrechender Nacht, eine weitere Attake nicht wohl thunlich war, so marschirte die Kolonne dort zwischen den Kanal von Dünkirchen und der Moer auf, und 600. Schritte dahinter fortmirte sich das 2te Treffen. Die linke Kolonne war unter der Zeit auf den Damm der Moer mit dem linken Flügel der Avantgarde auf gleiche Höhe gekommen. Die Kavallerie war bis gegen Zuyteoote vorgerückt. Mit Einbruch der Nacht hörte das beyderseitige Kanonenfeuer auf; nur in den Gebüschen und Häusern wurde ein kleines Gewehrfeuer unterhalten.

Se. K. Hoheit haben dem Hrn, F. M. L. Grafen d'Alton, welcher die Avantgarde kommandirte, aufgetragen, mit Anbruch des Tages das verschanzte Dorf Gyvelde anzugreifen, zu dessen Unterstüzung das 2te Treffen bestimmt war; da aber durch die Patrolle die Nachricht einlief, daß der Feind das verschanzte Lager gänzlich verlassen, jedoch das Fort Lefferynchanke noch besezt hatte, und Se. K. Hoheit von der Wichtigkeit dieses Forts nur zu sehr überzeugt waren, so wurde die Armee in Marsch gesezt, und dem Hrn. General Werneck der Befehl gegeben, während als die Avantgarde gegen das Fort anrükte, starke Detaschements im Rücken desselben abzuschicken. Solches hatte den glücklichen Erfolg, daß der Feind in gröster Eil dieses Fort nebst 4 Kanonen verließ. Die Chevauxlegers von Karaiczay verfolgten die Flüchtigen und hieben noch einige davon zusammen. Dieses Corps lagerte sich hierauf zwischen dem Kanal von Teteghem, und der Hr. M. Freitag hielt Bergen von Groeket bis an den linken Flügel dieses Korps eingeschlossen. Da schon durch 2 Tage eine feindliche Patrolle von Chambray sich nach Avesne le Sec wagte, so wurden heute vor Tages-Anbruch einige Züge von Barco durch den Hrn. Obersten Quietowsky in Hinterhalt gelegt, und mittels dieser sind von einer 30 Mann starken Kavalleriepatrolle 19 Mann sammt Pferden gefangen eingebracht, die übrigen aber bis gegen Chambray verfolgt worden.

Den 25. Heute vor Tages Anbruch hat der Feind beyläufig mit 2000. Mann aus der Festung Quesnoy einen Ausfall auf unsere Mannschaft gemacht, welche bey der Ce~~ en Parc an einer Schanze arbeitete. Die 400. Arbeiter von Deutschmeister und G. H. Toscana ergriffen ihre Gewehr, und haben ihn mit Beyhilfe eines zur Unterstüzung best_mmten Grenadier-Bataillons mit einem nammhaften Verluste zurück getrieben. Um 9. Uhr unternahm er einen 2ten Angriff mit 3. Bataill. und einigen Kanonen gegen den bey der Kapelle St. Elisabeth ausgestellten Jägerposten, und zwang selben anfangs zun. Rückzuge; wurde aber durch die vorgerückte Unterstüzung ebenfalls mit Verlust in die Festung zurückgeschikt und die vorigen Posten wieder behauptet. Bey diesen Gefechten wurden 2. Lieutenant und 3. Mann getödet, ferner 1. Oberleutenant und 9. Mann verwundet.

Den 26. ist bey der Armee nichts wichtiges vorgefallen.

Den 27sten: Laut Bericht des Hrn. F. M. L. Baron Alvinzy, drangen am 24sten frühe die Vorposten mehr als 1000. Schritte vorwärts, drückten die feindliche Piketer bis an das Glacis von Dünkirchen zurück, und erhielten sich auch bey dem heftigen Kanonen- und kleinen Gewehrfeuer in dieser gefährlichen Stellung. Gegen 9. Uhr rückte unter dem Schuze eines lebhaften Kanonenfeuers fast die ganze, bey 9000. Mann starcke Garnison aus der Vestung, und zwar der gröste Theil gegen den rechten Flügel der kombinirten Armee an. Da ein allgemeiner Angriff nur zu deutlich abzunehmen war, liessen Se. K. Hoheit die Armee bis auf einigen Truppen, welche zur Deckung des Lagers zurück blieb, ausrücken, und das Gefecht nahm seinen Anfang. Zur nämlichen Zeit zogen sich auch einige Fregatten längs dem Strande, und beschossen die kombinirten Truppen in ihrer rechten Flanke, um seiner Infanterie das Vorrücken in den Dünen zu erleichtern. Unter dem beyderseitig anhaltenden Kanonen-Kartätschen- und kleinen Gewehrfeuer dauerte dieses Gefecht 2. ganzer Stunden, und gegen 11. Uhr sah sich der Feind genöthigt, dem ausserordentlichen Widerstand unserer Truppen zu weichen. Se. K. Hoheit, der Herzog von Jork, befahlen, mit der Armee noch weiter vorzurücken und den Feind bis an die Vestung zu verfolgen, der sich ganz in den bedeckten Weg zurück_og. Während als die Vorposten unaufhörlich plänkelten, bezog die Armee ihre neue Posizion; die Kontravalazionslinie wurde gezogen und unter dem anhaltenden Kanonenfeuer die Arbeit angefangen. Bey dieser Gelegenheit haben die gesammten kombinirten Truppen mit unbeschreiblichem Muthe und wechselseitiger Aneiferung gefochten, und nebst dem daß dem Feinde ein beträchtlicher Schade zugefügt worden ist, wurden auch 3. Kanonen erbeutet.

Se. K. Hoheit, der Herzog von Jork, welche dieses Gefecht selbst dirigirten, äusserten die ausnehmste Zufriedenheit über die Standhaftigkeit und beyspiellose Tapferkeit dieser Truppen, deren Verlust jedoch, ob er zwar nicht verlässig angegeben werden kan, ebenfalls beträchtlich ist, indem diese Armee mehrere Stunden dem kleinen Gewehr- und auch Kartetschenfeuer ausgesezt war. Der so würdige und wegen seiner allgemein bekañten Verdienste so schäzenswerthe Hr. F. M. L. Graf d'Alton, welcher den rechten Flügel dieser Posizion mit aller Vorsicht kommandirte, wurde ein Opfer dieses ruhmvollen Sieges, statt dessen der Hr. General Werneck diesen gefährlichen und wichtigen Posten übernohmen, und durch die klugsten Anstalten den am meisten bedroheten Flügel dirigirte. Der Hr. F. M. L. Alvinzy _ühmt noch insbesondere die thätige Verwendung des Jägerhauptmans Wilsom, ferner des Oberleutenants Svinburn von Jordis, welche beyde Officier, ungeachtet ihrer erhaltenen Blessuren, gleichwohl im Gefechte gegenwärtig blieben, und sich vorzüglich gebrauchen liessen.

Der Hr. F. M. L. Baron Beaulieu berich_et aus dem Lager bey Cysoing, daß am 26sten dieses eine starcke feindliche Patrouille von Infanterie und Kavall_rie frühe um 4. Ihr bey Templeuve auf eine unserer Jägerpatrolle gestossen. Die Kavallerie sprengte auf unsere Jäger und nahm enige Mañ gefangen. Zween Züge von Kavanagh unter dem Rittmeister Pechdold eilten herbey; fielen dem Feinde, der zwar sehr heftig feuerte, in die Flanke; die Kavallerie nahm die Flucht; Rittmeister Pechdold hieb mit 30. Küraßier in die Infanterie ein; 40. Mann wurden auf der Stelle niedergemacht; 1. Officier und 14. Mann gefangen genohmen und die übrigen versprengt. Unser Verlust besteht in 8. Todten und vermißten Jägern; 2. Jäger und 2. Mann von Kananagh wurden verwundet. -- Eine aus 20. Mann Husaren von Kaiser und Lobkowiz Chevauxlegers, daß 22. Mann von Kauniz gegen Capelle ausgesendete Patrolle entdeckte in diesem Orte ein feindliches, aus 40. Mann Infanterie und 30. Pferden bestandenes Detaschement, auf welches unsere Kavallerie muthig anritt, 20. Mann niedersäbelte, und 1. Dragoner-Offizier und 9. Mann gefangen nahm. Die übrigen flohen eiligst nach Pontamarque zurück.

Von dem Herrn General der Kavallerie, Grafen Wurmser, ist die freudige Nachricht eingegangen, daß Se. Exzell. am 20sten d. den Feind in seinen durch Verschanzungen und Verhaue verwahrten Lagern bey Wörth, Jokrim und Hagenbach mit 5. Kolonnen angegriffen, auf eine sehr empfindliche Art und mit Verlust von mehr als 3000. auf dem Schlachtfelde gebliebenen Todten vollkommen geschlagen, 13. Kanonen erobert, viele gefangen eingebracht und ihn bis gegen Lauterburg verfolgt habe.

Tagzettel der K. K. Haupt-und kombinirt-englisch-hannöveris., K. preußis. und holländis Armee d. d. Hauptquartier Bergmerain, den 29 Augstmonat.[]

[13]

Laut einer von dem F. M. L. Baron Beaulieu eingelangten Meldung, hat der Feind am 27. dieses bey anbrechendem Tage mit 6000. Mann Infanterie und Kavallerie, dann 15. Kanonen, alle seine Posten zwischen Lonville und Genech mit solcher Heftigkeit angegriffen, daß die Vorposten nicht im Stande waren, dieser grossen Uebermacht zu widerstehen. Sie zo_en sich langsam zurück, und erschwerten dem Feinde das Vorrücken so viel möglich. Der Hr. F. M. L. auf diesen Angriff nicht unvorbereitet, hatte seine Anstalten bereits getroffen, ihn zu empfangen. Dessen Absicht entdeckte sich auch bald; er richtete nämlich seine gröste Stärcke auf eine von der Wallspize bey Cysoing erbaute Flesche, gegen welche er 7. Kanonen aufführte und sie zu beschiessen anfieng. Während als ihm unser Geschüz sehr vortheilhaft antwortete, rückte die Infanterie des Würtembergis. und Clerfaitis. Regiments vor, und die Küraßier von Kavanagh unter Anführung ihres Obersten, Grafen von Hohenzollern, fiehlen von allen Seiten den Feind mit einer ihm unerwarteten Schnelligkeit an, daß er nur durch die überlegene Bravour der Kavallerie auch Infanterie mit einem beträchtlichen Verluste zurückgeworfen und zum Weichen gebracht worden. Zur nämlichen Zeit, als die Truppen so tapfer fochten, rückte auch Herr General Krayl mit 1 Eskadron Husaren und 2 Zügen von Lodkowiz gegen Genech vor, fielen dem Feinde in die linke Flanke. Die Deroute desselben ward nach einem 4stüdnigen hartnäckigen Gefechte allgemein; einige hundert wurden niedergesäbelt, 4 Kanonen mit Pulverkarren und Bespannung erobert, und die vorigen Posten wider behauptet.

Bey Lanoy hat der Feind ebenfalls die Stellung der holländischen Truppen angegriffen, wurde aber auch hier mit Verlust vieler Leute und 2 Kanonen zurückgeschlagen. Bey Gelegenheit einer durch den Herrn Obersten Debay von Esterhazy Husaren vorgenommenen Fourage-Eintreibung nahe an den feindlichen Vorposten kam es bey Erchain zu einem Scharmüzel, wobey durch unsere Husaren 7 Mann getödtet und 4 zu Gefangenen gemacht worden sind.

In der Nacht vom 28 auf den 29sten sind von Quesnoy die Trenscheen eröfnet und unter der geschickten Leitung des Geniekorps mit so guter Ordnung, Fleiß und Thätigkeit fortgeführt worden, daß die Haupt-Communikationes, Placis d'Armes, die Paralelle und Epaulements auf eine Länge von 2530 curent Klaftern gebracht werden und die Arbeiter mit anbrechendem Tage 3 Schuhe tief und 4 breit eingegraben waren. Der Feind warf einige Bomben und feurete auch aus Kanonen jedoch ohne viele Wirkung, denn wir hatten nur 2 Todte und 3 Bleßirte. Während dem Tage gewannen die Arbeiten ihren guten Fortgang und wurden auf 3 ein halben Schuh tiefe und 6 bis 7 Schuß Höhe gebracht. -- Den ganzen Tag hindurch unterhielt der Feind ein sehr lebhaftes Bomben- und Kanonenfeuer, durch welches wir an Arbeitern und Bedeckungsmannschaft einen Verlust von 7 Todten und 29 Verwundeten erlitten haben. Auf den Abent zeigten sich ausserhalb der Festung gegen die Kapelle Notre Dame einige hundert Mann, welche einen Ausfall zu machen schienen; wurden aber durch die von unserer Artillerie gut angebrachten Kanonenschüsse mit Zurücklassung einiger Todten zurückgetrieben.

Nachträglich zur Relation des Herrn F. M. L. Baron Alvinzy über die unterm 21sten von Herrn F. M. Freytag auf das verschanzte feindliche Lager bey Ostkapelle und Rexroede unternommene Attake wird bekannt gemacht, daß der Herrn Generalmajor Fabry, welcher die Avantgarde kommandirte, mit einer ausgezeichneten Klugheit in allem 21 Kanonen, 6 Munizions-Karren, 14. Artillerie-Pferde, 9. Fahnen und viele Gewehre vom Feinde erobert, 275 Mann und 18 Offiziers gefangen eingebracht hat.

Tagzettel der K. K. Haupt- und kombinirt-englisch-hannöveris., K. preußis. und holländis. Armee d. d. Hauptquartier Bermerain, den 30 Augstmonat.[]

[14]

In der abgewichenen Nacht sind vor le Quesnoy an Verlängerung bey den Flügeln der Parallele, an den Wendungs-Crocheten und Communikation-Boyaux 760 Klafter auszugraben angefangen und bis zum 30ten Abends auf 3 Schuh Tiefe und 7 bis 8 Breite gebracht worden. Beinebst wurden die in dem gestrigen Journal angezeigten Arbeiten in diesen 24 Stunden auf 9 bis 10 Schuh erweitert, und in der 1ten Parallele 5 Batterien angelegt. Das feindliche Feuer war in der Nacht mäßig; desto heftiger aber feuerte der Feind den ganzen Tag aus Böllern und Kanonen. Unser Verlust besteht in 4 Todten und 13 Verwundeten.

Den 31ten: Die Transcheearbeiten gewannen in diesen 24 Stunden ihren guten Fortgang, indem selbige bey dem besten Willen der Arbeiter und während dem aus der Vestung unterhaltenen lebhaften Bomben- und Kanonenfeuer auf die gehörige Tiefe und auf 10 bis 12 Schuh Breite gebracht, die Banquetten in der Parallele, Places d'Armes und Crochets angelegt und meistens verfertigt worden sind. An den unterm 30ten angelegten 5 Batterien wurde fleißig zu arbeiten fortgefahren und neuerdings 7 Batterien zu errichten angefangen; die rückwärts denselben erforderlichen Com'unikationen wurden auch zum Theil ausgehoben. Von gestern bis heute Abends zählen wir nur einen Todten und 14 Bleßirte.

Den 1ten Herbstmon. Heute mit Tagesanbruch war das ganze feindliche Lager bey Maubeuge in Bewegung, welche einen allgemeinen Angriff auf die Posten des Hrn. F. M. L. Grafen Latur vermuthen ließ. Eine Colonne von 1500 bis 1700 Mañ mit 6 Canonen u. einigen 100 Arbeitern paßirte über die oberhalb Maubeuge errichtete Schiffbrücke, rückte längs der Sambre gegen die Anhöhe zwischen Douzies und Hautmont und gegen den Bois Detilleul, grif die alldort auf Vorposten gestandenen 2 Warasdiner Kompagnien an, und drückte sie zurück. Hr. Oberstlieutenant Graf Mahony verfügte sich gleich mit einer Jägercompagnie dahin, und vertrieb mit den dazu gestossenen Kroaten den Feind von dieser Anhöhe. Unterdessen hatte sich derselbe in dem Bois Detilleul festgesezt, fieng an, durch die Arbeiter Verhaue anzulegen, und beschoß von der Cense-Corbeau unsere Vorposten mit Kartetschen. Hr. Oberstlieutenant Graf Mahony ließ auf der Anhöhe von Neufmaisnil einen 6 Pfündner und 1 Haubize aufführen, welche der Artillerielieutenant Mayer mit so vieler Geschicklichkeit dirigirte, daß der Feind, der den Rand des Waldes stark besezt hatte, nach einigen dahin gerichteten Kartetschenschüssen, mit Verlust 4 Todten und vielen Verwundeten, selbige zu verlassen gezwungen und der zu unserm Vortheil angelegte Verhau besezt worden ist.

Zur nämlichen Zeit gieng der Rapport ein, daß auch der Feind mit 2500. Mann Infanterie, 5. Kanonen und 300. Pferden die Anhöhe Reni Malbati besezt habe, den von uns besezten Ort Boussiere kanonire und gegen Pont Demonstra_ionen mache. Hier traf General Davidovich so zweckmäßige Vorkehrungen, daß, ungeachtet des feindlichen Kanonenfeuers, unsere Vorposten das rechte Ufer der Sambre behaupteten. Diese Bewegungen gegen den rechten Flügel des F. M. L. Latour hatte nebst der Behauptung des Bois Detilleul die Absicht, das gegen den linken Flügel gerichtete Vorhaben zu begünstigen, denn in eben demselben Augenblicke, als der Hr. F. M. L. 2. Divisionen von Karl Schröder mit 3. Kanonen auf die Anhöhe bey Grandreng vorrücken ließ, griff der Feind das Dorf Hantes an. Herr Fähnrich Demuth von Kallenberg vertheidigte mit seiner beygehabten Mannschaft die dortige Brücke so tapfer, daß der Kallenbergische Hauptmann Dalpheeus mit seiner Kompagnie noch zur rechten Zeit herbeykommen konnte, und nach einem 2stündigen Gefecht den Feind mit Verlust von 5. Todten und vielen Bleßirten zum Weichen brachte, wozu die Ankunft des Herrn Obersten Baron Seckendorf mit einer Kompagnie Infanterie, 2. Kanonen und 1. Eskadron von Erzherzog Karl Karabiner das meiste beytrug -- Eine andere Kolonne von 2. bis 3000. Mann paßirte bey Jaumont die Sambre, besezte die hervorwährtigen Anhöhen nebst dem Bois de Gilles, und drang gegen Bois de Collin vor, wo ihn ein Detaschement Jäger so lange aufhielt, bis der Blankensteinis. Hr. Oberlieutenant Cornely mit seinem Zuge herbeieilte, auf den Feind losgieng, und selbigen in dem Bois de Gilles zurücktrieb. Hr. Oberste Graf Hadick traf die Vorkehrung, die Cense Fanuel zu decken, schickte 1. Zug Husaren und 2. Züge Karabinier von Erzherzog Karl, um den mit 1000. Mann und 4. Kanonen besezten Bois de Gilles zu courniren, während als der Hr. Hauptmann Graf Caraccioli selbigen mit einem Detaschemente Jäger und Infanterie von vorne angriff, welchen die auf der Höhe von Grandreng postirten 2. schröderischen Divisionen zur Unterstüzung nachrückten. Der Feind, ohne einen Angriff abzuwarten, zog sich nach einigen Kanonenschüssen gegen Jeumont zurück. Hr. Oberste Graf Hadick ließ den Wald besezen, und wurde gewahr, daß noch eine im Hinterhalt gelegene feindliche Kolonne gegen seinen linken Flügel marschire. Gegen diese sprengte der Hr. Oberste mit einigen Zügen Husaren von einer und Hr. Major Revay von der andern Seite so herzhaft an, daß der Feind mit Verlust 30. Todten und eingebrachten Gefangenen sich in gröster Eilfertigkeit hinter Hecken und Gärten nach Jeumont flüchtete und durch das von dem darübrigen Ufer gemachten Kanonenfeuer die Husaren von der weitern Verfolgung abhielt. Unser Verlust besteht bey diesem Gefechte in 4. Todten, 12. Verwundeten und 3. Vermißten. Ausser den bereits erwähnten Herren Generalen, Staabs- und Ober-Officieren rühmt der Hr. F. M. L. die besondere Thätigkeit Sr. Durchl., des Hrn. General-Majors Prinzen von Koburg, des Hrn. Majors Grafen Keglovich und Leutenants Dessovy von Blankenstein, und die ausgezeichnete Tapferkeit der gesammten Truppen, durch welche in einer Strecke von 4. Stunden alle feindliche Anschläge vernichtet worden sind.

In der abgewichenen Nacht und am 1sten dieses bis Abends 7. Uhr waren die Belagerer von Quesnoy mit Abgrabung des Abfalls gegen den Revers mit Ziehung des kleinen Grabens und Aushebung der rückwärtigen Kommunikazion beschäftiget. Zwo Batterien wurden zu ihrer Vollkommenheit gebracht, das Geschüz eingeführt, an den übrigen die Arbeit täglich fortgesezt und neuerdings 5. Batterien zu erbauen angefangen. Das feindliche Bomben- und Kanonenfeuer wird noch ununterbrochen unterhalten, und unser Verlust beläuft sich in diesen 24. Stunden auf 3. Todte und 32. Bleßirte.

Den 2ten Sept. Die Trenscheen wurden von gestern bis heute Abends in ihrer bestimmten Breite und abermahl 5. Batterien zur gänzlichen Vollkommenheit gebracht. Der Bau der gestern angefangenen 5. Batterien ist mit dem besten Fortgange betrieben und die rückwärtigen Kommunikazionen auszuheben angefangen worden. Nachdem auch in die obigen 5. Batterien das Geschüz, wiewohl bey dem eingetrettenen starken Regenwetter mit unbeschreiblicher Mühe, eingeführt war, so hat der Herr F. Z. M. Graf Clerfait die Festung Quesnoy auffordern lassen, und auf die hierauf abschlägige Antwort fiengen unsere Batterien Nachmittags um 5. Uhr aus 48. Kanonen und Böllern selbige mit dem besten Effekt zu beschiessen an, und wurde von der Vestung mit einem langsamen nicht sehr zahlreichen Feuer beantwortet, so daß wir nur 2 Todte und 8 Bleßirte zählen. Durch unsere in die Stadt geworfene Bomben ist zu zweymalen Feuer ausgebrochen.

Brüssel, vom 11. Herbstmonat. [15]

Das Tagebuch aus dem Hauptquartier Bermerain vom 7ten Sept. meldet über jene Vorfälle folgendes: In der Nacht auf den 5ten dieses griff der Feldmarschall Freytag das von 1200. Franzosen besezte Dorf Ledregham an, hieb einen Theil nieder, nahm 50. Mann gefangen und zerstreute den Ueberrest. Bey dieser Affaire wurde der Kayserl. General Fabry tödlich verwundet. Am 5. des Morgens griffen 10. bis 12000. Franzosen 2. Bataillons Hannoveraner in der Gegend von Boberinghem an, und zwangen sie durch ihre Uebermacht sich nach Vlamerdinghen zurück zu ziehen. Am 6ten versammelte der Feind seine ganze Macht, und griff die Armee des hannövrischen Feld-Marschalls Freytag auf allen Seiten an, und zwang sie nach einem langen und heftigen Gefechte sich bis nach Hondschode zurück zu ziehen. Nachmittags kam der Feind, und griff unter der Begünstigung einer lebhaften Kanonade aus Dünkirchen den Herzog von York an, den er zugleich aus seinen an der Küste liegenden Schiffen in der rechten Flanque beschoß; nun kamen aber Kayserl. Truppen zu Hilfe, die nebst den Engelländern vor und so heftig in den Feind drangen, daß sie ihn mit einem beträchtlichen Verlust bis in seinen bedeckten Weg zurück schlugen.

Zeitungsnachrichten.[]

[1793]

Juni.[]

Brüssel, vom 21. Brachmonat. [16]

Das grosse Bombardement auf die feindliche Festung Valenciennes hat nun in der Nacht vom 18, auf den 19, wirklich den schrecklichen Anfang gemacht. Das Feuer war so, daß, wenn die Stadt einen auch nur langen Widerstand thut, sie bald nichts mehr seyn wird, als ein Stein und Aschenhaufen; jedoch machte die Besazung auch von ihrer Seite ein fürchterliches Feuer auf die Belagerer. Am 19ten wagte die Besazung noch einen heftigen Ausfall, der viel Blut kostete, aber ohne Wirkung blieb. Die Arbeiten, welche Prinz Koburg zur Sicherung und Beschleunigung des Falles von Valenciennes hat machen lassen, sind bewundernswürdig. Augenzeugen versichern, nie hätten die Römer etwas kühneres unternehmen und nicht so schleunig ausführen können, als er seine Anstalten. Da der Prinz die Ueberschwemmungen besorgte, welche seine Approchen hätten zerstören können; so hat er einen Kanal von beynahe 2. Stunden graben lassen, welcher für die Schelde ein neues Bett formiert und sie von den Mauren von Valenciennes ableitet. Ferner hat der Prinz, da ihn der Zwischenraum hinderte, der die beyden Anhöhen trennt, die Gipfel von beiden zu verbinden, und er hat ihn ausgeführt. Von einem derselben bis zum andern ist eine solide und festständige Brücke von starken Balken geworfen worden, daß nun Batterien darauf errichtet sind.

Die blockirte Festung Conde feuert noch immer auf die Arbeiten der Belagerer. Dem Kommandanten, welcher nicht glauben wollte, daß das Lager von Famars in den Händen er Alliirten sey, hat man gestattet, einen Offizier dahin zu schicken, um sich dadurch den Augenschein davon zu überzeugen, und daß er von da keine Hilfe zu gewarten habe. Gegen die Seite von Ryssel scheint man in Ernst einen Angriff auf das feindliche Lager von Magdalene, wodurch diese Festung gedeckt wird, vorzuhaben. -- Cüstine arbeitet indessen mit der grösten Thätigkeit an seiner Defensivlinie. Zwischen Douay und Bouchain hat er ein verschanztes Lager, das durch die Schelde u. die Censee gedeckt wird. Hier steht ein Theil seiner Armee, und aus dieser vortheilhaften Stellung muß selbige, wenn Conde und Valenciennes zum Falle kommen, vertrieben werden, ehe die Festungen der 2ten Linie angegriffen werden können. Ein anderes verschanztes Lager wird unter den Mauren von Cambray formirt, und diese Stellung ist unter dem Namen: Cäsars Lager, als die vortheilhafteste von allen bekannt. Sie ist die lezte Zuflucht der Franzosen; denn nach Einnahme dieses Postens bleibt von dieser Seite bis Paris weder eine Festung noch eine vortheilhafte Stellung mehr übrig, welche den Fortschritten eines siegenden Feindes Einhalt thun könnten. Unter den Mauren von Dünkirchen arbeiten die Franzosen auch an einem verschanzten Lager, welches von 20,000 Mann bezogen werden soll.

Man glaubt, daß die Eroberung von Valenciennes, wenn es zum Sturme kommen sollte, wohl 5000 Mann kosten könnte; doch läßt sich der Ausgang nicht vorhersehen. Die vereinigte Macht, welche hier gegen die Franzosen in Waffen steht, wird auf 180000 Mann berechnet. Ein B_obachtungscorps von 35000 Mann auserlesener Truppen hält die Feinde auf der Ebene von Denain in Ehrfurcht, während 40000 Mann auf der andern Seite vor Valenciennes stehen. Die Provinz Flandern ist mit 20000 Mann gedekt. Ueberhaupt sind alle Posten zahlreich besezt. Man versichert, 15000 Mann hätten Befehl, nach dem Luxemburgischen zu marschieren, um diese Provinz gegen weitere Einfälle der Feinde zu decken. Bis dahin sollte man noch glauben, Cüstine wolle die belagerten Pläze ihrem Schicksale überlassen, da er noch keine Bewegung zu ihrem Entsaze macht, sondern immer fortfährt, seine Armeen in Verschanzungen einzuschliessen.

Niederrhein, vom 28. Brachmonat. [17]

Nachdem Tagzettel der combinirten Armee aus dem Hauptquartier Herin, der vom 19ten bis zum 24ten Brachmonat reichet, wurden die Arbeiten vor Valenciennes lebhaft fortgesezt, und die Stadt so stark beschossen, daß die an Mehreren Orten einigemal in Brand geriethe; besonders ist der grosse Thurm; nebst der dabey befi_dlichen Kirche, worinn ein beträchtliches Fruchtmagazin gewesen seyn soll, ein Raub der Flammen geworden. Die Belagerten schossen sehr sparsam; durch ihr Feuer haben wir in obgedachten Tagen überhaupt nur 6 Mann verloren, und 40 wurden verwundet. Am 23ten nahm der Fürst von Hohenlohe mit 800 Pferden eine Recognoscirung über die Schelde bey Rouviane bis Haussy, schickte ein Detaschement über den Sellefluß, verjagte die feindliche Vorposten, und nahm das feindlich Lager bey Ivüy in Augenschein. Zween Züge von Esterhazy Husaren unter Commando des Oberlieutenants Zabo und und Unterlieutenants Piccey giengen längs der Chaussee gegen Douay, und stiessen auf eine feindliche Patrouille von 25 Jägern zu Pferde. Die beyden Officiers giengen mit so vieler Behutsamkeit und Geschicklichkeit vor, daß von dieser Patrouille einige Mann zusammengehauen, 1 Wachtmeister, 14 Jäger und 1 Husar de la Mohr samt ihren Pferden zu Gefangenen gemacht wurden und nur sehr wenige entfliehen konnten. Von uns wurde ein Husar leicht verwundet.

Juli.[]

Raismes, vom 2 Heumon [18]

Mit unseren Belagerungsarbeiten vor Valenciennes muß es jezt schon bis unten an die Glacis der Vestung gekommen seyn. Nun werden die Batterien zurecht gemacht, um Bresche zu schiessen. Die beyden durch unser Kanonenfeuer zu Grunde gerichteten Bastionen machen bereits einen guten Theil der Breche aus. Chancel, Commandant in Conde, hat kapituliren wollen und um einen Waffenstillstand von 48 Stunden angesucht, um die Capitulationsartikel zu berichtigen. Dieses geschah; er schlug hierauf vor, dieselbe an den N. C. und an den General Cüstine abschicken zu können, und bath sich Zeit zur Antwort aus. Solches ward abgeschlagen und die Conferenzen abgebrochen. Seine Besazung kann aber, wegen Mangel an Lebensbedürfnissen, es nicht lange mehr aushalten, und wird sich ergeben müssen.

Brüssel, vom 7 Heumonat.

Das Englische Geschwader vor Dünkirchen hat eine Verstärkung von mehreren Schiffen erhalten, welche auch Landungstruppen am Borde haben. Man vermuthet mit Grunde, daß die Engländer entschlossen sind, diese wichtige Stadt anzugreifen. Auch die Franzosen scheinen es zu befürchten, indem sie unter den Mauern derselben eine kleine Armee zu ihrer Vertheidigung zusammenziehen.

Auf eine von Cüstine gemachte Bewegung hat General Clerfait ein Korps von 12000. Mann unter dem General Colloredo nach Quievrain beordert, um den Feind in der Nähe im Auge zu halten und die Belagerung von Valenciennes destomehr zu decken. Die Konferenzen von Conde scheinen immer eine Kapitulation zum Gegenstande gehabt zu haben, wovon die Artikul nicht bekannt sind. So viel ist indessen gewiß, daß die Belagerer sowohl als die Belagerten ihr Feuer eingestellt haben; daß jezt ein Waffenstillstand statt, und die Besazung die Freiheit hat, auf den Glacis der Vestung spazieren zu gehen.

Brüssel, vom 10. Heumonat. [19]

Laut eines von dem Hrn. Erbprinzen von Oranien erstatteten Berichts, unternahmen Se. Durchl., um sich von der Stellung des Feinde genauer zu überzeugen, am 5ten mit Tagesanbruch eine starke Rekognoszirung; befahlen dem Hrn. Obersten Geusseau, über Tourcoing gegen Mouveaux, und Sr. Durchl., dem Hrn. Landgrafen von Hessendarmstadt, von Werwick gegen Platou vorzudringen; der Erbprinz aber selbst rückte von Roncq mit einem Detaschemente von Jägern, Husaren, Volontairs und Infanterie, nebst einiger Artillerie, auf der Strasse gegen Ryssel vor; stieß vor la Roussel auf die feindlichen Piketer, die er angreifen und selbige samt der herbeygeilten Unterstüzung, troz ihrer hartnäckigen Gegewehr, bis in das feindliche Retranchement zurück drücken ließ. Gleich darauf zeigten sich bey Linselles, Quesnoy und Bondues mehrere ihm weit überlegene feindliche Abtheilungen. Da er eines Theils gegen diese etwas zu unternehmen zu schwach war, und fürs weitere er seine Absicht erreicht hatte, zog er seine Truppen in gehöriger Ordnung und ohne vom Feinde beunruhigt zu werden, zurück. Die beyden Herren Commandanten verrichteten ihren Auftrag mit solcher Pünktlichkeit, daß sie den Feind allenthalben mit Verlust bis unter seine Verschanzungen repoußirten. Bey diesen verschiedenen Posten-Gefechten sind von den holländischen Truppen 8. Mann getödtet und 18. verwundet worden, unter welchen der Hauptmann Wrangel vom Generalstabe und der Fähndrich Herliz sich befinden. Lezter hat sich bey Anführung der Freywilligen bis gegen Boudues besonders gut gebrauchen lassen. Dem regierenden Fürsten von Waldeck wurde das Pferd bleßirt. Die Tapferkeit der holländischen Truppe hatte dem Feind einen ungleich beträchtlichern Verlust zugefügt, indem mehrere Todte auf dem Plaze geblieben und eine noch beträchtlichere Zahl an Verwundeten zurückgeführt worden ist. Ein Offizier und 2. Mann wurden gefangen eingebracht.

Brüssel, vom 13. Heumonat. [20]

Die Uebergabe von Conde verschaft unseren Truppen keinen geringen Vortheil. Dadurch ist denselben die Kommunikazion der Schelde bis an Valenciennes geöffnet. Zugleich erhalten wir an Conde eine Niederlage für die Magazine, und das bisher zur Einschliessung dieser Stadt benöthigte Truppenkorps kan zur Verstärkung der Armee vor Valenciennes gebraucht werden. Die in Conde zu Kriegsgefangenen gemachte Besazung besteht aus 4009. Mann, und die vorgefundenen Kanonen werden auf 120. angegeben. Dabey ist zu bemerken, daß diese Stadt gerade nach einer 3monatlichen Berennung fällt, welches die Frist ist, so der Pariser N. Konvent für eine Stadt festgesezt hat, wenn sie eine Hülfe erhält.

Unser Durchl. Gouverneur ist gestern zu der Armee abgegangen. Die Franzosen versammeln sich dermalen in der Gegend von St. Wynoxberg, sonder Zweifel in der Absicht, um Seeland zu decken. Indessen haben unsere Generals Truppen nach dieser Gegend vorrücken lassen, um die Bewegungen des Feindes zu beobachten und seine Projekte zu vereiteln. Am 10ten haben die Franzosen die Holländischen Vorposten vorwärts Türcoing mit einer überlegenen Macht angegriffen, auch selbige wirklich zurückgedrängt; da aber der Hr. Erbprinz von Oranien unterschiedliche Truppen zur Unterstüzung dieser Mannschaft anmarschiren ließ, so zogen sich die Feinde eiligst und mit vielem Verluste zurück. Vorgestern ist eine Kompagnie vom Regimente Clerfait nach Namür aufgebrochen. An gesagtem Tage um 4 Uhr Nachmittags kam der Fürst von Ligne aus Wien allhier an; Se. Durchl. werden von der Grosdrossardsstelle von Hennegau Besiz nehmen.

Brüssel, vom 19. Heumonat. [21]

Gestern sind 1099 Französische Kriegsgefangene, so zu der Besazung von Conde gehören, allhier eingetroffen. Es heißt, die Besazung von Valenciennes habe den Vorschlag gethan, die Stadt zu übergeben, wenn man ihr die Kriegsehren gestatten und die Kanonen mitnehmen lassen wollte, welches aber abgeschlagen wurde.

Die Observationsarmee unter den Befehlen des F. Z. M. Grafen von Clairfait, welche die Belagerung von Valenciennes decket, hat eine Bewegung gegen Quesnoy vorgenohmen. Ihre Absicht geht dahin, die Vereinigung eines in der Gegend von Givet zusammengezogenen feindlichen Korps mit der Cüstineschen Armee zu verhindern, wenn der Feind allenfalls eine Diversion machen und in die Grafschaft Namur eindringen wollte. Ueberhaupt sind die von unseren Generälen getroffenen Maßnehmungen so weislich überlegt, daß der Feind in seinen Unternehmungen scheitern und wahrscheinlicherweise aller Orten werde zurückgedrängt werden. Wie man vernimmt, so wird die Armee des Generals Cüstine allgemach schwächer. Verschiedenen Bataillonen, die wieder die Bergparthey des N. Conventes im Ausstande sind, ist die Zurückentbietung zugegangen, und einige haben bereits diese Befehle befolget. Vorgestern stieß ein Korps Hannöverischer Kavallerie bey der Rekognoszirung ober Templeneuve auf eine starke Abtheilung Französischer Dragoner. Es kam zu einem ziemlich lebhaften Gefechte, wobey die Republikaner den Kürzern zogen, und einige von ihren Pferden erbeutet wurden.

Zu Ostende ist wiederum eine grosse Anzahl Transportschiffe, mit Englischer Infanterie und Kavallerie nebst einer Menge Kriegsmunition, die für die Armee unter den Befehlen des Herzogs von York bestimmt ist, angekommen

Leiden, vom 29. Heumonat. [22]

Die Franzosen an den Flanderischen Gränzen haben am 2e dieses alle Vorposten unserer Armee von Türcoing bis Comines zugleich angegriffen, worüber der Erbprinz von Oranien aus seinem Hauptquartier in Menin an die Generalstaaten nachfolgenden schriftlichen Bericht eingeschickt hat: --"Am 22. Morgens hörte man im Hauptquartier gegen Werwick, Rousbeeck, Roncq, Hallüin und den übrigen Vorposten zu aus kleinem Gewehr schiessen. Der Erbprinz von Oranien erhielt bald darauf die Nachricht, daß Werwick von 3 Seiten zugleich angegriffen werde. Er ließ sogleich die Truppen zum Gewehr greiffen, schikte ein Escadron und Bataillon vom Reservekorps dahin ab, und berichtete seinen Bruder, den Prinzen Friedrich in Ypern; den Generalmajor von Geusau in Türcoing, und den Oberst Graf v. Byland in Roncq, daß sie auf ihrer Huth seyn sollten. Kurze Zeit hierauf gieng die Nachricht ein, daß die Vorposten bey Hallüin sich haben zurückziehen müssen, und daß die Franzosen in starker Anzahl gegen Buseck vorrücken. Der Erbprinz begab sich eiligst nach dieser Gegend. Als er in Hallüin angekommen, detaschierte er das Grenadierbataillon von Breitenbach mit 2 Kanonen, um die dortige Schanze zu besezen, und lies das Bataillon von der Schweizergarde längst dem Weg nach Bousbeeck marschieren, um unsere rechte Flanke zu decken. Nachdem der Erbprinz auf dieser Seite alle nöthigen Verfügungen getroffen hatte, kam ein zweiter Bericht von Werwick, daß unsere Jäger und ein Detaschement von Grün-Laudon den Feind bis nach Comines zurükgetrieben haben, daß der Oberst v. Lynde mit den Husaren, einem Escadron von Hessen Philipsthal und 3 Compagnien vom Schweizer-Regiment Hirzel gerade nach Comines marschiert sey, um den Feind am Uebergang über die Lys zu hindern, und daß der Generalmajor Prinz von Hessen Darmstadt die Grenadiers v. Gumoens eben dahin geschickt habe. Da in diesen Gegenden alles wieder in Ordnung war, begab sich der Erbprinz nach Roncq. Der Oberst von Byland berichtete ihm, daß die Feinde, welche diesen Ort von 2 Selten angreiffen wollten, mit Verlust mehrerer Todten und Verwundeten zurük geschlagen worden seyen. Ein ähnlicher Bericht lief auch von dem Prinzen v. Hessen-Darmstadt ein. Se. Hoheit liessen nun die Truppen wieder ins Lager einrüken, und bald nach der Rükkehr ins Hauptquartier lief auch von dem bey Türcoing kommandierenden Generalmajor v. Geüsau die Nachricht ein, daß an eben diesem Morgen die Franzosen die von Lille her auf dem Weg von Hautcaroli in starker Anzahl anrükten. Die Posten bey Türcoing angegriffen haben, aber zurückgeschlagen und ein Officier von ihnen nebst 14 Mann zu Gefangenen gemacht worden seyen; der Feind habe viele Todte und Verwundete. Auf unserer Seite sey ein Cornet vom Regiment Tüyl von einer Kugel in der Brust, ein anderer im Arm, der Lieutenant Schnezler vom Schweizer-Regiment Stokar am Fuß und der Fähndrich Thomasset, vom Regiment May am Kopf verwundet worden; überhaupt bestehe unser ganze dortige Verlust in einem Todten und 11. Verwundeten. Man kann nach diesem ganzen Bericht Sr. Hoheit, den Muth und die Unerschrokenheit der Truppen unserer Republik nicht genug rühmen, und der Feind wird sich lang an die Vorfällen dieses Tages erinnern. Unser ganzer Verlust bey den verschiedenen Posten, welche angegriffen wurden, belauft sich auf einen tödlich, und zwey leicht verwundete Officiers; 2 Gemeine, welche blieben, und 20, die verwundet wurden, unter denen sich 3 Kanonier vom Bataillon Hirzel befinden. Der Verlust der Franzosen wird auf 200 Mann geschäzt."

Auszug aus dem Schreiben eines Schweizer-Offiziers von dem Holländis. Korps d'Armee bey Tourcoin vom 22. Heumonat.

"Heute versicherte man uns, der Feind habe sich neuerdings aus unsern Gegenden zurückgezogen, um zur Armee des General Cüstine zu stossen, der bey Givet durchbrechen und zum Vortheil von Valenciennes eine Diversion machen wolle. Wir glaubten uns also ziemlich sicher, als man auf einmahl von allen Seiten schiessen hörte, und es zu einem allgemeinen Angriff kam. Plözlich ließ sich ein fürchterlich Feuren hören in der Gegend von Ober-Carlier, welcher Posten unserm Bataillon (vom Schweizer-Regiment Stockar) anvertraut war. Da ich eben das Commando von diesem Bataillon hatte, so schickte ich sogleich die Grenadiers, und hierauf die Compagnie Töring nebst der Meinigen dahin. Sie feurten einmahl über das andere, würden aber doch der feindlichen Uebermacht haben weichen müssen, wenn nicht der General von Geuseau mit dem Bataillon May angekommen wäre, der unsere braven Leute unterstüzte, welche wie Löwen fochten; und sich nicht zurück ziehen wollten, ungeachtet viele keine Patronen mehr hatten; sie entschieden den vollständigen Sieg, und die Franzosen, da sie noch Verstärckung ankommen sahen, zogen sich in der grösten Unordnung zurück. Unsere Leute verfolgten sie so nahe, daß wir bey 30. Gefangenen machten, und sehr viele Flinten, Patron-Taschen, und dergleichen fanden, die sie auf der Flucht von sich warfen. Einer unserer Officiers Lieutenant Schnezler und ein Gemeiner von meiner Compagnie, nebst ein paar andern sind verwundet worden. Der Feind, der nur gegen uns über 3000. Mann starck war, muß viel Volk verlohren haben. Der General von Geusau hat unsern Leuten offentlich und zu wiederholtenmahlen die grösten Lobsprüche ertheilt, und sich gegen einige Offiziers von der Schweizer-Garde, die sich zufälliger weise bey dem Vorfall befanden, erklärt: man habe es dem Schweizer-Regiment Stokar zu verdancken, daß die Posten von Waterlo und Türcoin gerettet worden. Die Offiziers hatten alle Mühe sie ab_uhalten, daß sie sich nicht zu sehr der Gefahr aussezten. Vorgestern Morgens, da bey einem kleinen Angriff ein Vorposten bereits sich zurückgezogen hatte, kam der obenerwehnte Lieutenant Schnezler von unserm Regiment mit den Grenadier dazu, brachte jene wieder zusammen, und verjagte den Feind ohne weitere Unterstüzung u. s. w."

Brüssel, vom 30. Heumonat. [23]

Mit einem Schreiben aus dem Hauptquartiere vernimmt man, daß die Französische Armee in der grösten Unordnung ist. Der Nationalkonvent hatte zwey Glieder aus seinem Mittel als Kom'issarien abgeschickt, um die Armee zu kommandiren; die Soldaten aber schrien laut, wenn man ihnen den Cüstine nicht zurückgäbe, so würden sie zu den Oesterreichern übergehen.

Hier wettet man, daß Maubeuge gegen den 17ten August in unsern Händen seyn werde. Quesnoy hat bereits eine Depesche an den Prinzen von Coburg abgeschickt. Se. K. Hoheit, der Erzherzog Carl, sind gestern Nachmittag nach Valenciennes abgereiset. Kommenden Sonntag wird wegen des glücklichen Erfolgs unserer Waffen in der St. Gudulakirche ein feyerliches Dankfest gehalten und dabey das Herr Gott dich loben wir, abgesungen.

N. S. So eben wird versichert, daß Douai, Maubeuge und Bouchin wirklich berennt sind.

August.[]

Aus den Niederlanden, vom 5. Augstmonat. [24]

-- Nach allen Bewegungen der Alliirten, die sich stark auf Dornick, Ypern und Menin gezogen haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass Lille nun angegriffen werden wird. Auch haben die Feinde das Lager von Magdalene bereits aufgehoben, und eine starke Garnison in die Vestung gelegt. Eine Colonne der Artillerie ist auf Flandern, eine andere gegen Maubeuge gezogen. Quesnoy ist enge eingeschlossen. Auch Dünkirchen wird mehr und mehr, sowohl von der Land- als Seeseite bedrohet. Am 31ten Jul. haben die Feinde von Comines aus wieder die Oestreichischen und Holländischen Vorposten angegriffen, sind aber derbe zurükgewiesen worden. Das Lager von Cäsar bey Cambrai soll auch schon von ihnen geräumt, und sie sich hinter die Vestung zurükgezogen haben.

Brüssel, vom 4 Augstmonat.

Am 2ten dieses rückte eine Abtheilung preußischer Husaren so nahe vor die Stadt Douay, dass sie auf eine Patrolle feindlicher Dragoner stieß, die zum Auskundschaften war ausgestellt worden. Kaum erblickten die Husaren den Feind da sie denselben mit Ungestüm anfielen, gleich zerstreuten, und einige zu Gefangenen machten. Die zu hiesiger Besazung bestimmten kurpfälzischen Truppen sind schon zu Tirlemont angekommen. Vorgestern ist auch der Gouverneur von Mastricht, Prinz von Hessen-Kassel, hier eingetroffen. Gestern kamen beyläufig 100. Mann K. K. Truppen, die ausgelöset worden, aus Frankreich allhier an. An eben dem Tage sind 132. gefangene Franzosen unter K. K. Bedeckung hierdurch nach Rüremonde abgegangen.

Brüssel, vom 6. Augstmonat. [25]

Eine Colonne Artillerie marschieret auf Maubeuge, und eine andere auf Ypres und Menin, welche Pläze sich nicht lange halten werden. Die Franzosen haben starke Besazungen in Lille, Douay und Dünkirchen geworfen, und der Ueberrest ihrer Armee steht noch bey Cambray. -- Am 3. machte die Garnison zu Maubeuge einen Ausfall, der uns ziemlichen Schaden verursachte, aber bald kam unsere Cavallerie und jagte die Feinde hinter ihre Mauren. -- Gestern sind pfälzische Truppen zur Besazung hier eingerückt, und heute und morgen kommen noch mehrere Reichs-Truppen hier an.

Brüssel, vom 9. Augstmonat. [26]

-- Die Franzosen haben, nach der Räumung ihres Lagers von Magdalena, eine Besazung von 15000. Mann in Ryssel geworfen. In diesem Plaze sind ungefähr 400. Kanonen nebst einer ungeheuren Menge von Mund- und Kriegsvorrath. Zu mehrerer Sicherheit haben 2. Commissarien aus dem pariser Naz. Konvente die Aufsicht über alles, was das Militair betrifft. Der dasige Kommandant heißt Düpont. An der Seite von Seeflandern ist das französische Lager von Cassel ebenfalls aufgehoben, und die Truppen, woraus dasselbe bestand, sind zum Theil nach Dünkirchen marschirt, welches immer mehr befestigt wird.

Ein anders, vom 11 Augstmonat.

Folgende Nachrichten haben wir von der Armee erhalten: Der Feind hat am 8ten dieses bey Annäherung der combinirten Armee das verschanzte Lager von Cesar unter Cambray verlassen und sich gegen Douay gezogen; der Graf von Clerfait hat dieses Lager bezogen. Am nämlichen Tag gieng eine Colonne der vereinigten Armee unter dem Befehl des Herzogs von York, und eine andere unter dem Prinzen von Hohenlohe zu Crevecoeur über die Schelde. Cambray und Bouchain sind völlig eingeschlossen, und der Prinz von Coburg hat sein Hauptquartier in Nave aufgeschlagen. Der Obristlieutenant d'Aspre hat Cambray aufgefordert, aber diese Vestung hat geantwortet, daß sie sich vertheidigen wolle.

Niederrhein, vom 12. Augstmon.

Nach dem Resultate des zu Valenciennes gehaltenen grossen Kriegsraths, ist der Marsch der alliirten Armeen in mehrern Kolonnen auf Bouchain gerichtet worden. Die Alliirten stehen nun dem verschanzten feindlichen Lager von Cäsar, das wirklich mit 20000 Mann verstärkt worden ist, gegenüber, und es scheint entschieden zu seyn, daß der Feind in jener vortheilhaften Stellung angegriffen werden wird. Nach allen Bewegungen, welche man in der Arm~~ bemerkte, konnte man auf den 10ten oder 11ten einer Schlacht entgegen sehen, die wahrscheinlich die lezte seyn dürfte, welche die Französische Armee wird aushalten können. Schon fiel am 7ten eine lebhafte Kanonade und ein starkes Musketenfeuer bey Bouchain vor, wornach das Gerücht entstanden, daß die Feinde bereits ihr Lager von Cäsar geräumt, und sich in ihre Vestung geworfen hätten. An jenem nämlichen Tag ist auch rechts von Maubeuge in dem Gehölze von Mormal ein sehr ernstliches Gefecht vorgefallen, wobey von beyden Seiten viel Volk geblieben ist. Zu gleicher Zeit ist eine feindliche Dragoner Patrouille von 150 Mann, welche aus Douay sich bis an die Vorposten der Alliirten wagte, und mit Pistolen auf sie feuerte, von einem Preußischen Husarencorps in die Flanke gefaßt, und sehr übel zugerichtet worden. Das nämliche geschah am 4ten einem feindlichen Detaschemente, das aus Lille gekommen war, wobey die Preussen einige Gefangene machten. In Ostflandern wird die zusammengezogene Armee noch durch ein Corps Engländer verstärkt, und sollen nächstens Bergues und Dünkirchen angegriffen werden.

Leiden, vom 12 Augstmonat.

Briefe aus dem Hauptquartier der Holländischen Armee in Menin berichten: der Erbprinz von Oranien sey am 3ten dieses wieder daselbst angekommen aus dem Hauptquartier des Feldmarschalls Prinzen von Coburg, wo Se. Hoheit einer Conferenz der Generalen von den vereinigten Armeen beygewohnt haben. Von Mons wird unterm 7ten dieses berichtet; daß zufolg des Resultats von diesem am 3ten in dem Hauptquartier des Prinzen von Coburg gehaltenen Kriegsrath, die Armee der Alliirten am 5ten den Marsch angetretten habe, um das Französische Lager bey Paillencourt anzugreiffen; man habe also ein General-Treffen zu erwarten, von dem man sich im sovielmehr einen glücklichen Erfolg verspreche, da nach der Aussage der Deserteurs, die in starker Anzahl ankommen, die Französische Armee sich in der grösten Unordnung befinden soll.

Brüssel, vom 14. Augstmonat. [27]

Nachdem die alliirten Armeen die Feinde aus ihren Lagern vertrieben hatten, ruhten sie am 9. aus, und am 10. zogen sich die verschiedenen Kolonnen wieder zurück. Das Hauptquartier kam wieder nach Herin bey Valenciennes. Der Herzog von Yorck zog mit einer Abtheilung auf Aubigny-au-Bac, und General Benjovsky mit einer andern auf Villers-en-Cauchie. Die 2te detaschirte sich gegen St. Pithon, um das daselbst postirte Heßische Korps, das wieder ins Lager bey Douchy beordert ward, abzulösen. Mit dem Reste dieser Kolonne zog F. Z. M. Graf von Kolloredo ebenmäßig auf Villers-en-Cauchie. Die 3te Kolonne hielt noch das Lager von Cäsar besezt. Man ist nun überzeugt, daß die Generäle der alliirten Armeen nicht Willens sind, den Marsch auf Paris anzutretten, bis sie vorläufig sich aller festen Pläze von Französisch-Flandern und Hennegau bemeistert haben werden. Es werden daher vor der Hand alle Anstalten getroffen, um zugleich von einer Seite Maubeuge, und von der andern Dünkirchen zu belagern. Die Engl. Armee, welche zum Angriffe der leztern Vestung von der Landseite bestimmt ist, während von der Seeseite die Flotte agiren wird, soll durch ein Korps von 10,000 Kayserlichen verstärkt werden. Zu dem nehmlichen Ende ist auch wieder ein Regiment Bergschotten zu Ostende an Land gestiegen.

Vermöge Berichts des Obersten Freyherrn von Mylius, rückte am 11ten frühe um 4. Uhr eine feindliche Kolonne bey 600. Mann starck über Abeele gegen Poperingen vor, und griff unsere Posten sehr lebhaft an; sie wurden aber, von 2. grünlaudonischen Kompagnien, den Tyroler-Scharfschüzen und Blankenstein-Husaren unterstüzt, von einer holländischen Grenadier-Kompagnie so gut empfangen, daß 200. Todte, worunter 10. Officier waren, auf dem Plaze blieben, und der Kommandant, 3. Officier und 90. Mann gefangen eingebracht wurden. Alle übrige flohen in gröster Deroute nach Steenvoordo. Der diesseitige Verlust ist im Entgegenhalt des feindlichen ganz unbedeutend und besteht nur in 2. Todten; 5. Mann und 1. Pferd wurden verwundet. Die Hauptleute Baron Bach und Kanger von Grünlaudon, Hauptmann Spaner von den Tyroler-Scharfschüzen, Graf Althann von Blankenstein und Fähnrich Deronde von Orange-Gueldern haben sich bey dieser Gelegenheit besonders ausgezeichnet; die gesammte Truppen aber hat mit einer Tapferkeit gestritten, die alles Lob verdient.

Der Kommandant von der französischen Vestung Philippeville ist mit seiner Gattinn zu den unsrigen übergegangen. Aus Ryssel wird gemeldet, daß das N. Convent Commissarien dahin geschickt habe, um nachdrückliche Maßnehmungen zu treffen. Sie haben alle konstituirte Gewalten aufgehoben, um an ihre Stelle besser denckende Bürger zu sezen. Auch haben sie beschlossen, 3000. verdächtige Familien ins Innere des Reiches bringen zu lassen; doch schien das Volck sich, beym Abgange des Kouriers, diesem Benehmen widersezen zu wollen. General Omoran ist an Hand und Fuß geschlossen nach Paris abgeführt worden.

Paris, vom 16. Augstmonat.

Ein Schreiben der Administratoren vom Departement de l'Aine an das Wohlfahrts-Comitte aus Laon vom 8. berichtet, die Feinde haben Cambrai eingeschlossen und rüken in starken Märschen gegen St. Quentin an, wo es sehr an Flinten und Kanonen mangle. Ihre Absicht sey augenscheinlich die Zufuhr des Proviants abzuschneiden, und die Vereinigung der ankommenden Truppen zu verhindern.

Aus den Gegenden von Maubeuge, vom 14 Augstmonat. [28]

Die Belagerung von Maubeuge ist noch nicht eröffnet. Gestern sind die Franzosen in 2 Kolonnen vorgerückt, in der Absicht, den Posten in Hantes zu überfallen. Die eine Kolonne mit 3 Kanonen rückte von der Seite des Pachtshofes Urtebise vor, die andere mit 2 Kanonen von der Seite von Solre an der Sambre. Die Oesterreicher, welche zwischen Merbe le Chateau und la Büßiere gelagert waren, drangen über die Merber Schiffbrücke vor, um dem Feinde in die Flanke zu fallen. Hiedurch entstand beiderseits ein lebhaftes Flintenfeuer, und die Franzosen wurden zu dem Rükzuge genöthigt.

N. S. Jezt ist es 1 Uhr Nachmittags. Die Vorposten sind noch aneinander. Die Flintenschüsse prasseln sehr stark.

Leiden, vom 22 Augstmonat. [29]

Unsere Armee hat immer noch ihre Stellung an der Flandrischen Gränze. -- Der Erbprinz von Oranien hat in einem Schreiben aus seinem Hauptquartier in Menin vom 13 dieses den Generalstaaten Bericht ertheilt von einem am 11. bey Poperinguen vorgefallenen Gefecht, in welchem sich unsere Truppen abermals sehr gut gehalten haben. Es hatte nemlich der Oesterreichische Major von Uz, welcher das Cantonement in Poperingen kommandiert, die Nachricht erhalten, daß die Feinde die Absicht haben, am 11. um Mitternacht von Steenvorden aus mit einer starken Colonne jenes Dorf anzugreiffen. Dem zufolg wurden die erforderlichen Anstalten gemacht, und die Truppen zogen Nachts um 11 Uhr in 3 Colonnen dem Feind entgegen. Diese 3 Colonen postierten sich zwischen Abeele und Poperingen so, daß der Feind die beyden zur rechten und linken Seite erst späth wahrnahm. Der Erfolg hievon war, daß, während die mittlere zuerst angrief, der Feind schon von den beyden andern auf der Seite und von hinten umringt wurde. Er wollte vorrüken; aber sogleich sprengten die Blanksteinischen Husaren seine Glieder auseinander und drangen mit dem Säbel ein; so daß der Feind, ungeachtet er dreymal so stark war, als die unsrigen, gänzlich geschlagen wurde, 200 Mann von ihm blieben, worunter sich 10 Offiziers befinden, und der Oberst, welcher Commandant in Steenvorden war, selbst mit 4 andern Officiers und 92 Unterofficiers und Soldaten zu Kriegsgefangenen gemacht wurden. Auf unserer Seite hatten wir nur 3 Todte und einige Verwundete. Uebrigens bestand unser Corps gröstentheils aus Kaiserlichen Truppen, ausser einer Compagnie vom Grenadierbataillon von Buscheck und etwa 20 Füseliers von Oranien-Gueldern.

Niederrhein, vom 26. Augstmonat. [30]

Während die Armee des F. Z. M. Grafen von Clerfait die Vestung Quesnoy eingeschlossen hält, hat der F. M. Prinz von Coburg mit der Seinigen eine Bewegung auf Maubeuge gemacht. Vor Quesnoy, einem Plaz der ersten Linie und von dritten Range, ebenfalls durch den berühmten Vauban bevestigt, zwischen Valenciennes und Maubeuge, werden jez nach der fruchtlos gebliebenen Aufforderung die ernstlichsten Maaßregeln getroffen, um in kurzem damit fertig zu seyn. Die feindliche Garnison, welche Indeß zu einem hartnäckigen Widerstande entschlossen scheint, hat alle vorliegende Häuser und Gebäude, welche den Angriff gegen die Vestung begünstigen konnte, in Brand gesteckt und zerstört. Der Fürst von Hohenlohe hat seiner Seits eine vortheilhafte Stellung bey Berlaimont genohmen, wodurch die Feinde verhindert werden, weder Quesnoy noch Maubeuge Succurs zu verschaffen. Leztere Vestung kann gleichwohl nicht eher förmlich angegriffen werden, bis das verschanzte feindliche Lager, welches sie deckt, vorher eingenohmen ist, welches aber nicht viel Mühe kosten wird. Nach einigen Berichten sollte das Hauptquartier des Prinzen von Coburg von Bermerain nach Bevay verlegt werden. General Graf von Latur hatte das Seinige zu Bone-Esperance. Zu Grandreng war ein Lager für 26000 Mann abgestochen worden, welches sich bis Merbes-le-Chateau erstrecken wird. General Beaulieu, welcher bisher das Corps d'Armee zwischen Maubeuge, Philippville und Charleroy kommandirte, hat nun den Oberbefehl über ein ansehnliches Corps zwischen Douay und Lille erhalten, von wo er nach Erforderniß der Umstände gegen die feindliche Armee, die unter dem General Houchard hinter der Scarpe gelagert ist, auftreten wird. An dessen Stelle commandirt jezt General Seckendorf bey Charleroy.

Die Engländer haben in dem Treffen am 18ten bey Blaton und Linselles den Obersten Bosvill verlohren, und die Obersten Evaus, Gascoigne und Doyli sind nebst mehrern andern Oberofficieren verwundet worden. Die Holländer verlohren den braven Artilleriemajor Müller, und der Adjutant des Erbprinzen von Oranien, Graf von Golz, befand sich nebst dem Grafen von Byland unter den Verwundeten. Die Armee des Herzogs v. York, welche Dünkirchen von der Landseite belagern wird, sollte bis auf 40000 Mann verstärkt werden, wozu in England mehrere neue Regimenter eingeschift worden sind. Auch kamen in den leztern Tägen ungeheure Transporte Artillerie und Munition aus England zu Ostende an, und von Woolwich war eine grosse schwimmende Batterie, welche 48pfündner und 24pfündner führte, über die Themse unter Wegs, wozu noch 2 Bombardierschaluppen kommen sollten.

Leiden, vom 28. Augstmonat. [31]

Der Erbprinz von Oranien hat Ihro Hochm. in einem Schreiben vom 22ten benachrichtiget, daß sein Hr. Bruder, der Prinz Friedrich, von Ypern aufgebrochen sey, um sich nach Cisoing zu begeben, zufolg eines dem Generallieutenant von Knobelsdorf zugekom'enen Befehls, mit den Truppen-Corps unter seinem Commando zu der Armee Sr. Preussischen Maj. zu stossen. Weil aber die unter den Befehlen des Prinzen Friedrichs stehenden Truppen nicht hinreichend seyen, die ganze Gegend zu defendieren, welche bisher von den Truppen des Generallieutenant von Knobelsdorf besezt gewesen; so werde der Feldmarschall, Prinz von Coburg, noch ein Corps unter dem Commando des Generallieutenant von Beaulieu zu denselben stossen lassen. Diese Abänderung sey die Ursache, warum auch der Erbprinz selbst seiner Armee eine andere Stellung zu geben nöthig gefunden, in welcher er den Fluß Lys in der Fronte und die Stadt Menin auf seiner linke Flanke haben, und desto besser im Stand seyn werde, mit seinem rechten Flügel die Vorposten bey Werwick, Comines u. s. w. zu unterstüzen.

Die jüngst erwähnte weitere Nachrichten von dem, was am 18ten bey Lincelles und Blaton vorgegangen, sind nun auch publiziert; enthalten aber, nur etwas umständlicher, eben das, was bereits in der Depesche Sr. Hoheit des Erbprinzen von Oranien gemeldet worden; nur noch mit dem Beyfügen; daß am gleichen Tag auch der feindlichen Posten bey Mouveaux von unsern Truppen in Tourcoin angegriffen worden sey. Ueberhaupt verdienen nach diesen Berichten unsere Truppen bey allen diesen verschiedenen Angriffen wegen ihrem dabey bewiesenen Verhalten das gröste Lob.

Nach dem eingeschikten Verzeichniß der Gebliebenen und Verwundeten hatten wir in dem Vorgang bey Tourcoin und Roubaix an Todten 1 Offizier und 9 Soldaten und an Verwundeten 4 Oberofficiers, 7 Unterofficiers und 68 Soldaten; in dem Gefecht bey Lincelles und Blaton an Todten, ausser dem Generalmajor von Nostiz, und den beyden Majors von der Felz und Müller, noch 5 Oberofficiers, 2 Unterofficiers, 2 Tambours und 55 Corporals und Gemeine, und an Verwundeten, worunter aber viele nur leicht blessiert sind, 24 Oberofficiers, 12 Unterofficiers, und 161 Corporals und Gemeine.

September.[]

Leiden, vom 2. Herbstmonat. [32]

Ihro Hochm. haben von dem Hr. Erb Prinzen von Oranien aus dem Haupt-Quartier in Menin vom 27. August zwo Depeschen erhalten, worinn ihnen berichtet wird: Die Vorposten von der Armee unter den Befehlen des Erbprinzen seyen an diesem Tag früh Morgens von einer so überlegenen feindlichen Macht angegriffen worden, daß die in Ronq liegenden Truppen sich zurückziehen mußten; nachher aber seyen die Feinde genöthiget worden, dieses Dorf neuerdings zu verlassen, welches unsere Truppen wieder besezten. Auch auf unserer rechten Flanke, schreibt der Prinz, suchte der Feind durchzubrechen, woran ihn aber unsere in Halluin postierten Truppen, und nachher die Grenadiers von der Holländischen Garde verhinderten. Zu gleicher Zeit wurde Tourcoin von allen Seiten mit überlegener Macht angegriffen, welches den Commandanten dieses Plazes, General-Major von Geüsau, bewog, denselben zu verlassen. Dieses geschah mit der grösten Ordnung. Nachdem sich der Feind von Ronq zurückgezogen hatte, wurde auch der Posten in Werwick lebhaft angegriffen. Ich begab mich sogleich dahin, und ließ zugleich einige Bataillons aus dem Lager anrücken, um dem Feind den dortigen Uebergang über die Lys streittig zu machen. So eben, indem ich dieses Schreibe, zieht er sich zurück. Unsern Truppen, deren gutes Verhalten ich schon öfter zu rühmen Ursache gehabt habe, haben sich diesmahl selbst übertroffen. Nach der auf dem Schlachtfeld gefundenen Anzahl der Todten auf Seite der Feinde, muß ihr Verlust beträchtlich seyn. Von dem Verlust auf unserer Seite kan ich Ewr. Hochm. noch keinen genauen Rapport abstatten. Nur so viel weiß ich bisher, daß von unsern Officieren unter den Todten sich befinden: Der Oberst-Lieutenant von Pabst, von den Carabiniers, der Major von Tscharner von dem Schweizer-Regiment May; der Hauptmann Harscher, vom Regiment Bedaulx, und der Hauptmann Darnhout, vom Regiment Brackel. -- In der zweyten Depesche von gleichem Datum meldet der Erbprinz folgendes: Sogleich nach Abfertigung meines ersten Schreibens erhielt ich durch einen Officier von Lannoy die Nachricht, daß auch dieser Posten heute Morgens um halb 6. Uhr von allen Seiten angegriffen, der Feind aber um halb 1. Uhr genöthiget worden sey, sich zurück zu ziehen. Auch mein Bruder, der Prinz Friedrich, ist angegriffen worden, hat aber den Feind mit Verlust zurückgetrieben. Wir haben, so viel ich bisher erfahren, bey diesem Angriff nur einige wenige Todte und Verwundete gehabt. Die Kayserl. Truppen sind ebenfalls angegriffen worden, aber sie haben den Feind auch mit Verlust zum Weichen gebracht und ihm 3. Kanonen abgenohmen. Aus allen Umständen erhellet, daß die Feinde einen allgemeinen Angriff auf allen Seiten gethan haben, welches auch durch die Aussage der Kriegsgefangenen und Deserteurs bestätiget wurde, nach deren Bericht der Feind mit 20000. Mann in 3. Colonnen aus dem Lager von Madelaine bey Lille gegen uns ausgezogen ist. Alle diese vorläufigen Nachrichten sind nur mündliche Berichte, denen ich nächstens eine umständlichere Relation werde nachfolgen lassen.

(Ein Umstand verdient bey diesem Anlaß aus einem Privat-Schreiben, den Angriff auf Tourcoin betreffend, hier angeführt zu werden. Ein Offizier von dem Schweizer Regiment Stockar war in dem Gefecht durch einen Schuß schwehr verwundet worden. Ein Unter Officier, Stierlin, von eben diesem Regiment, sah ihn fallen und von Feinden umringt. Sogleich kam er ihm zu Hülfe, schoß einen von diesen nieder, spießte den andern mit dem Bajonet an einen Baum, nahm den verwundeten Officier auf den Rücken, und von dazukommenden Dragonern geschüzt, brachte er ihn in Sicherheit.)

Brüssel, vom 6. Herbstmonat. [33]

Allem Vermuthen nach, werden die Vorkehrungen der Franzosen zum Entsaze Dünkirchens fruchtlos ausfallen. Die Armee unter den Befehlen des Herzogs von York besteht, so zu sagen, aus dem Kern der österreichis.-englis-hannöveris- und heßischen Truppen, die in allem 46,000. Mann ausmachen. Hiezu kömmt noch das Korps Franzosen, so mit Dümourier bey seiner Flucht übergegangen war, beyläufig 1000. Mann an Infanterie und Kavallerie ausmacht, und sich seither beständig in Leuze aufgehalten hat. Dieses ist nun aufgebrochen, um zu den Vorposten in dem Lager vor Dünkirchen zu stossen. Gestern und heute sind zu der holländischen Armee, unter den Befehlen des Herrn Erbprinzen von Oranien, 400. Mann frischer Truppen, die aus Nimwegen kommen, hierdurch marschiert, und innerhalb 14. Tagen wird auf die 800. Mann starke Legion von Dümas hierselbst erwartet.

Die Belagerung von Quesnoy dauert thätigst fort. In der Nacht vom 2ten zum 3ten entstand durch das Bombardiren der Belagerer ein neuer starker Brand in der Stadt, der bis zu dem folgenden Morgen dauerte, als die Demontier- und Ricochetbatterien wieder zu spielen anfiengen. Die Belagerten antworteten lebhaft, und demontirten 2. Kanonen, bis ihr Feuer zum Schweigen gebracht wurde. In der Nacht vom 3ten zum 4ten entstand wieder ein Brand in der Stadt, der wieder erst am folgenden Morgen gelöscht ward. Das gegenseitige Feuer hielt heftig an, und die Belagerer arbeiteten unaufhaltsam an Ausbesserung der beschädigten Werke, und an den Communikationsgräben für die 2te Parallele. Uebrigens patrouilliren die kayserl. Detaschemente bis unter die Kanonen der feindlichen Verschanzungen von Arleux. -- Nach dem abgetriebenen allgemeinen Angriffe der holländischen Posten von Lannoy bis Menin am 27 Aug. wobey leztre 600 Gefangene gemacht, und 4 Kanonen erobert haben, ist an dieser Seite nichts weiter von Bedeutung vorgefallen, sondern die Feinde haben auch Turcoing, nachdem sie einige Häuser ausgeplündert und verbrannt hatten, wieder verlassen. Auch haben sie rechts von Lille sich eine gute Strecke zurückgezogen, da ihnen der kaiserl. General Beaulieu bey Cisoing zu stark geworden ist.

Brüssel, vom 11. Herbstmonat. [34]

Houchard hat mit 60. tausend Mann die combinirte Armee vor Dünkirchen angegriffen und sie durch seine Uebermacht, ohngeachtet ihres heftigen Widerstandes so zum Rückzuge gezwungen, daß Bagage und Artillerie bereits auf Courtray zurück giengen. Die Engelländer und Hannoveraner hatten am meisten gelitten. Der berühmte Kayserl. General Fabry wurde tödlich verwundet. Zwey Engl. Prinzen waren schon gefangen, und der Herzog von Yorck in der mißlichsten Lage, als die Oesterreicher zu Hülfe kamen, und endlich die Franzosen wieder zurückdrängten. Der Kayserl. General Beaulieu geht nunmehr auf Houchard los.

Das Tagebuch aus dem Hauptquartier Bermerain vom 7ten Sept. meldet über jene Vorfälle folgendes: In der Nacht auf den 5ten dieses griff der Feldmarschall Freytag das von 1200. Franzosen besezte Dorf Ledregham an, hieb einen Theil nieder, nahm 50. Mann gefangen und zerstreute den Ueberrest. Bey dieser Affaire wurde der Kayserl. General Fabry tödlich verwundet. Am 5. des Morgens griffen 10. bis 12000. Franzosen 2. Bataillons Hannoveraner in der Gegend von Boberinghem an, und zwangen sie durch ihre Uebermacht sich nach Vlamerdinghen zurück zu ziehen. Am 6ten versammelte der Feind seine ganze Macht, und griff die Armee des hannövrischen Feld-Marschalls Freytag auf allen Seiten an, und zwang sie nach einem langen und heftigen Gefechte sich bis nach Hondschode zurück zu ziehen. Nachmittags kam der Feind, und griff unter der Begünstigung einer lebhaften Kanonade aus Dünkirchen den Herzog von York an, den er zugleich aus seinen an der Küste liegenden Schiffen in der rechten Flanque beschoß; nun kamen aber Kayserl. Truppen zu Hilfe, die nebst den Engelländern vor und so heftig in den Feind drangen, daß sie ihn mit einem beträchtlichen Verlust bis in seinen bedeckten Weg zurück schlugen.

Mastricht, vom 12. Herbstmonat.

Man zeigt sich hier Briefe des Inhalts, daß die Engelländer zwar von Dünkirchen zurückgedrängt worden und sich gegen Fürnes zurück gezogen hätten; General Beaulieu sey aber mit seinem Korps d'Armee dem Herzog von York am 9ten zu Hilfe geeilet, mit vereinigter Macht auf die Franzosen unter dem General Houchard anmarschirt; habe sie tüchtig geschlagen und viele Kanonen erobert. Man erwartet hiev~~ die Bestätigung.

Köln, vom 13 Herbstmonat.

Heute zwischen 10. und 11. Uhr Morgens ist ein Preußis. Kurier von der Koburgischen Armee hier angekommen. Er geht zu der Preußis. Armee, und überbringt Sr. Maj. dem König, die angenehme Nachricht, daß am 11. dieses um 10. Uhr Morgens die Festung le Quesnoy mit Kapitulazion übergegangen sey, und die 4000. Mann starke Besazung sich zu Kriegsgefangenen ergeben habe. Vermuthlich wird nun die Belagerung von Maubeuge vorgenommen werden. Diesen Nachmittag ist auch der Prinz von Schwarzenberg, als Kurier mit gleicher Nachricht hierdurch nach Wien abgegangen.

Leiden, vom 12. Herbstmonat.

Es sind abermahls offizielle Depeschen von dem Hr. Erb-Prinzen von Oranien vom 5., 6. und 8. dieses Monats an die General-Staaten eingegangen, wovon die leztern einen neuen Angriff betreffen, welchen die Franzosen am 6. auf den Posten in Roncq und am 8. auf alle Vorposten des Corps d'Armee unter dem Commando des Prinzen gethan haben. Sie sind überall, wiewohl nicht ohne Verlust auf unserer Seite, zurückgetrieben worden. Das Corps des Prinzen Friedrichs von Oranien, welches gegen Cisoing marschiert war, hat sich Fürnes wieder genähert, weil die Franzosen auf dieser Seite durchbrechen wollten, nachdem sie am 6. Poperingen, 15. bis 16000. Mann starck angegriffen und die daselbst postirten 700. Mann Hanoveraner genöthiget hatten, sich mit einem Verlust von 110. Todten, Verwundeten und Vermißten zurückzuziehen. Auch bey Dünkirchen, welches die Engelländer zu beschiessen angefangen, und zwischen den Franzosen im Lager bey Cassel und dem Observazions-Corps des Marschalls von Freytag sind hizige Gefechte vorgefallen. Nur soviel erlaubt für diesmahl der Mangel der Zeit von dem Inhalt jener Depeschen mitzutheilen.

Brüssel, vom 12. Herbstmonat.

Am 10ten erhielten die Engelländer von dem Regiment Starrai, Colloredo ung einigen andern Kayserl. Regimentern Verstärkung, worauf sie die Franzosen aufs neue bey Fürnes und Dixmunde angriffen, und eine vollkommene Niederlage anrichteten; man rechnet den Verlust auf 2000. Mann, von allen Orten wurden sie zurückgedrängt; viele davon sind im Wasser ertruncken.

N. S. So eben vernimmt man, daß der General Beaulieu die Armee des Generals Houchard erreicht, und sie si gewaltig angegriffen habe, daß die Franzosen total geschlagen wurden. Unsere Cavallerie, 4000. Mann stark, jagte den Flüchtigen nach, und mezelte gräßlich. Es heißt, daß wir 21. Kanonen erobert, und Houchard in dem Treffen umgekommen sey.

Briefe von Nieport melden, daß die Engl. Flotte mit 23. Schiffen vor Dünkirchen angekommen; man hofft, daß die Belagerungs-Anstalten ehesten werden wieder angefangen werden.

Quellen.[]

  1. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 15. Brachmonat, 1793. Num. 48.
  2. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 26. Brachmonat, 1793. Num. 51.
  3. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 13. Heumonat, 1793. Num. 56.
  4. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 24. Heumonat, 1793. Num. 59.
  5. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 27. Heumonat, 1793. Num. 60.
  6. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 31. Heumonat, 1793. Num. 61.
  7. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 17. Heumonat, 1793. Num. 57.
  8. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 14. Augstmonat, 1793. Num. 65.
  9. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 28. Augstmonat, 1793. Num. 69.
  10. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 31. Augstmonat, 1793. Num. 70.
  11. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 4. Herbstmonat, 1793. Num. 71.
  12. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 7. Herbstmonat, 1793. Num. 72.
  13. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 11. Herbstmonat, 1793. Num. 73.
  14. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 14. Herbstmonat, 1793. Num. 74.
  15. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 21. Herbstmonat, 1793. Num. 76.
  16. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 3. Heumonat, 1793. Num. 53.
  17. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 6. Heumonat, 1793. Num. 54.
  18. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 17. Heumonat, 1793. Num. 57.
  19. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 20. Heumonat, 1793. Num. 58.
  20. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 24. Heumonat, 1793. Num. 59.
  21. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 31. Heumonat, 1793. Num. 61.
  22. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 7. Augstmonat, 1793. Num. 63.
  23. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 10. Augstmonat, 1793. Num. 64.
  24. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 14. Augstmonat, 1793. Num. 65.
  25. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 17. Augstmonat, 1793. Num. 66.
  26. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 21. Augstmonat, 1793. Num. 67.
  27. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 24. Augstmonat, 1793. Num. 68.
  28. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 28. Augstmonat, 1793. Num. 69.
  29. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 31. Augstmonat, 1793. Num. 70.
  30. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 4. Herbstmonat, 1793. Num. 71.
  31. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 7. Herbstmonat, 1793. Num. 72.
  32. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 11. Herbstmonat, 1793. Num. 73.
  33. Post- und Ordinari Schaffhauser Mittwochs-Zeitung. Vom 18. Herbstmonat, 1793. Num. 75.
  34. Post- und Ordinari Schaffhauser Samstags-Zeitung. Vom 21. Herbstmonat, 1793. Num. 76.
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