Von Bastille bis Waterloo. Wiki
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Capri.[]


Capri,[1] eine kleine Insel im toscanischen Meere, am Eingange des Golfo von Neapel, von etwa 4000 Einwohnern bewohnt, und zwar felsig aber ergiebig an Oel und Wein. Sie besteht aus zwei hohen Bergen, welche durch eine Art von Thal, das sich aber noch 5 bis 600 Fuß über die Meeresfläche erhebt, verbunden sind. Von Neapel aus, wo man Capri parallel vor sich sieht, scheinen diese Berge sich sanft in die See zu senken. Rund umher ist die Insel mit hohen Felsen umgeben, welche nur Einen sichern Zugang verstatten. Das Thal zwischen beiden Bergen gehört zu den fruchtbarsten, gesundesten und schönsten Landstrichen Italiens. Bei den Römern hieß die Insel Caprea. August tauschte sie von den Neapolitanern ein, und ließ sie zu einem Ort des Vergnügens, der Erholung und der Ruhe einrichten, ohne jedoch Gebrauch davon zu machen. Tiberius aber brachte die ganzen letzten sieben Jahre seines Lebens in schändlicher Zügellosigkeit hier zu. Die Ruinen seines Palastes sind noch vorhanden.


Rijksmuseum Amstrerdam.



Quellen.[]

  1. Conversations-Lexicon oder encyclopädisches Handwörterbuch für gebildete Stände. Stuttgart bei A. F. Macklot. 1816.
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